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| 01:11 Uhr

Stadtverwaltung verteidigt die Zweitwohnungssteuer

Senftenberg.. Die Zweitwohnungssteuer (RUNDSCHAU berichtete) kommt bei FHL-Studenten und Stadtparlamentariern gleichermaßen schlecht an.

Für Mittwoch - dann entscheidet das Stadtparlament erneut über die Steuer - deutet sich für den Bürgermeister als Antragsteller erneut eine Abfuhr an. Denn im Bauausschuss war das Meinungsbild klar: Senftenberg sollte Studenten nicht mit der Steuer belasten.
Kämmerin Theresa Melzer weist darauf hin, dass gar nicht so viele Studenten betroffen seien. Die Steuer schlägt erst zu, wenn die Wohnung mindestens 23 Quadratmeter groß ist, Strom- und Wasseranschluss hat sowie eine Abwasserleitung. Wohnheimbewohner fallen raus. Bei Bewohnern von Wohngemeinschaften müsste man ausrechnen, ob die 23 Quadratmeter überschritten werden. In jedem Fall würde ein Student im Jahr nicht mehr als 100 Euro zahlen müssen.
Hinzu komme, dass viele Studenten nicht in Senftenberg wohnen, sondern pendeln.
Bürgermeister Klaus-Jürgen Graßhoff gewinnt der Steuer sogar Gutes ab: Ein Effekt könnte sein, dass Studenten in Senftenberg ihren Erstwohnsitz anmelden, die Stadt so für mehr Bürger auch mehr Schlüsselzuweisungen bekommt und diese an die Studenten weiter reichen kann - zum Beispiel als Begrüßungsgeld. (dpr)