(trt) In Senftenberg ist der nächste Wohnblock Geschichte. Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) lässt derzeit den Block mit ehemals 54 Wohnungen in der Albert-Schweitzer-Straße 54-60 abreißen, informiert Sprecher Ralf Weide. Das Haus sei schon lange für den Abriss vorgesehen gewesen, sagt Weide.

Die Firma REA GmbH Drebkau wurde mit den Abrissarbeiten beauftragt. Die entstehende Freifläche soll vorerst begrünt werden. Voraussichtlich bis Mitte November sollen die Arbeiten in der Albert-Schweitzer-Straße abgeschlossen sein.

„Trotz des Abrisses brauchen Interessenten keine Bedenken haben, keine Wohnung mehr zu bekommen“, sagt Ralf Weide. Die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg biete derzeit rund 270 freie Wohnungen an.

Bereits seit dem Jahr 2002 lässt die KWG Wohnblöcke abreißen. Allein in Senftenberg nahm das Unternehmen bislang 2098 nicht mehr benötigte Wohnungen vom Markt. Das entspricht 45 zurückgebauten Gebäuden.

„Damit haben wir den Leerstand in Senftenberg auf etwa zehn Prozent gesenkt“, rechnet Ralf Weide vor. Ohne den Stadtumbau und den damit verbundenen Abriss stünde heute jede dritte KWG-Wohnung in der Kreisstadt leer.

Der Rückbau, der mit Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ gefördert wird, ist mit allen Beteiligten abgesprochen. Die vom Rückbau betroffenen Mieter verblieben zu rund 80 Prozent im Bestand der KWG. In allen Fällen verbesserte sich Unternehmensangaben zufolge die Wohnsituation für die Mieter erheblich aufgrund des Einzuges in voll- oder teilsanierte Wohnungen sowie höherem Standard bei der Ausstattung.

„Der Stadtumbau und damit verbunden der Rückbau von Wohnungen ist und bleibt auch zukünftig ein sensibles, aber notwendiges Thema. Wir werden weiterhin überzählige Wohnungen abreißen müssen“, stellt Ralf Weide klar. Das Absenken des Leerstandes wirke sich positiv auf die Kosten und die Wohnsituation der Mieter aus. Ein Ende des Leerzuges ist aufgrund des Bevölkerungsrückganges bislang nicht in Sicht.