Wie KWG-Pressesprecher Ralf Weide informiert, hat der Großvermieter mit diesen 30 Wohnungen seit 2002 in Großräschen insgesamt 1361 Wohnungen beziehungsweise 42 Gebäude vom Markt genommen. Der Wohnungsleerstand wurde damit auf 15 Prozent gesenkt. "Ohne den Stadtumbau und den verbundenen Abriss würde heute jede zweite KWG-Wohnung in Großräschen leer stehen", rechnet Weide vor. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erhielt die Firma SBR Görlitz GmbH aus Kunnersdorf den Auftrag für die Abrissarbeiten. Die Baubetreuung übernimmt das Planungsbüro Biko aus Senftenberg.

Wie auch bei den anderen Gebäuderückbauten werde die entstehende Freifläche vorerst begrünt, kündigt Weide an und bittet alle betroffenen Anlieger um ihr Verständnis.

Trotz des Abrisses müssten Wohnungssuchende keine Bedenken zu haben, keine Wohnung mehr zu bekommen. Die KWG habe in Großräschen derzeit rund 200 leer stehende vermietbare Wohnungen, die nur darauf warten, wieder bewohnt zu werden. Bei diesen Wohnungen sei für jeden Geldbeutel etwas dabei und sie seien auch nicht in der Abrissplanung bis zum Jahr 2016 für den Rückbau vorgesehen, versichert der Sprecher.

Rückbau sei allerdings nur ein Punkt in der Arbeit des Großvermieters. In viel größerem finanziellem Umfang würde in entwicklungswerte und künftig notwendige Gebäude investiert. Aktuelles Beispiel sei die Sanierung der Fassade in der Karl-Marx-Straße 44 bis 52, wo Fassade und Loggien instand gesetzt und das Haus anschließend mit einem freundlichen Farbanstrich versehen würden.