9,2 Hektar städtische Gehölzflächen befinden sich in Obhut der Stadt Senftenberg. Ein knappes Drittel davon wird in Trockenzeiten bewässert. Im vergangenen Jahr waren es 2,3 Hektar, heißt es aus dem Rathaus.
Dreimal mussten die Traktoren mit ihren wassergefüllten Tankwagen ausrücken, um das dürstende Grün zu gießen. „Das mag zwar wenig klingen. Allerdings wurden pro Durchgang 25 Liter auf Pflanzflächen verteilt, bei Bäumen sogar 150 Liter“, sagt Stadtsprecher Henry Doll.
Damit kämen die Gehölze eine ganze Weile zurecht. Insgesamt erfuhren gut 600 Bäume entsprechende Wässerungen. 2018 war es ähnlich. Damals hatte es von April bis weit in den Oktober hinein nicht ausreichend geregnet.

Stadt Senftenberg muss vertrocknete Gehölze fällen

Im vergangenen Jahr hat die Stadt für diese Maßnahmen rund 13 000 Euro investiert. „Glücklicherweise konnten dadurch Trockenschäden größtenteils verhindert werden, allerdings nicht vollständig“, resümiert Henry Doll. Besonders wildwachsende Birken, die aufgrund ihres Alters und fehlender Niederschläge abgestorben waren, mussten gefällt werden.
Nachpflanzungen hat die Stadt Senftenberg bereits ausführen lassen. Beispiele sind die Gehölze entlang der Bahnhofstraße sowie am benachbarten Steindamm. 39 Bäume kamen neu in den Boden. Dafür hat die Stadt in den Jahren 2019 und 2020 bereits fast 30 000 Euro ausgegeben. Geld, das jetzt für andere Dinge im kommunalen Haushalt fehlt.

Tausende Euro Dürreschäden in der IBA-Stadt Großräschen

Auch in Großräschen haben die Dürren finanziell eingeschlagen. Rathaussprecherin Kati Kiesel beziffert den bislang entstandenen Schaden auf rund 3000 Euro. Und das, obwohl Grünflächen und Gehölze je nach Bedarf zusätzliches Wasser bekommen.
Pflanzschalen wässert der kommunale Bauhof zweimal pro Woche. Für die Straßenbäume zeichnet die örtliche Agrargenossenschaft verantwortlich. Für weitere Gehölzflächen wurde die Lausitzer Gartenwelt vertraglich gebunden.
Insgesamt existieren in Großräschen rund 1,7 Hektar Gehölz- und 4,5 Hektar Rasenflächen im Eigentum der Kommune. Aus Lauchhammer war trotz Nachfrage keine Bilanz der bisherigen Trockenschäden und eventueller Gegenmaßnahmen erhältlich.