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Stadt wagt sich in Neustadt I an das Konfliktpotenzial

Lauchhammer. Die denkmalwerten Wohn- und Geschäftshäuser der Neustadt I in Lauchhammer, die mit der Großkokerei in den 50er-Jahren als Arbeiterwohnsiedlung gebaut worden sind, sollen für die Zukunft vorbereitet werden. Dem weiteren Verfall ist mit Fördergeld zunächst Einhalt geboten. Kathleen Weser

Die unbedingt erhaltenswerten Gebäude an der Grünewalder Straße und am Platz der Solidarität sind gesichert.

Jetzt ackert die Stadt Lauchhammer gemeinsam mit den beiden hier stark präsenten Wohnungsunternehmen dafür, die Häuser mit tragfähigen Konzepten wieder an den Mark zu bringen. "Wir sind dabei, alle Vorbereitungen für spätere Baugenehmigungen schrittweise auf den Weg zu bringen", erklärt Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos). Belange des Denkmalschutzes sind in Einklang zu bringen mit veränderten Ansprüchen an das Wohnen. "Wir wollen diese Konflikte unabhängig von den Eigentumsverhältnissen für die Immobilien lösen, um Investoren zu gewinnen", formuliert das Stadtoberhaupt das Ziel. Fragen von der Dämmung über die Chance für Balkone bis zu Aufzügen seien verlässlich zu beantworten. Und die Sanierung müsse auch wirtschaftlich darstellbar sein.