Von 34 Mittelzentren mit dörflichen Partnern sind zwölf im Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg über die Ziellinie gekommen. Das hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung gestern bekannt gegeben. Das Städtepaar Senftenberg und Großräschen, das sich in Kooperation mit Schipkau und Altdöbern um die Finanzspritze aus dem europäischen Topf der ländlichen Entwicklung beworben hatte, ist gescheitert. Auch Lauchhammer und Schwarzheide, die mit den Ämtern Ruhland und Ortrand vereint um die Kohle gerungen haben, sind raus. Die Gründe dafür sind unbekannt. "Die Jury hat sich dazu uns gegenüber nicht erklärt", sagt Regionalmanager Michael Franke.

Der Steuermann der Geschäftsstelle der "Energieregion im Lausitzer Seenland", die sich von Altdöbern bis Jannowitz erstreckt, bleibt nach der frischen Botschaft gelassen. "Das Geld geht unserer Förderregion ja nicht verloren", beruhigt er. Aus dem festgelegten Budget der hiesigen Energieregion von 12,3 Millionen Euro sind für die Stadt-Umland-Kooperationen 4,1 Millionen Euro reserviert gewesen. Diese Mittel können nun im normalen Programm abfließen.

Umsonst ausgegeben ist indes freilich das Geld, das in die Leistungen von professionellen Planungsbüros für die geforderten Wettbewerbsbeiträge aufgewendet werden musste.

Die zweite Antragsrunde der laufenden Förderperiode geht in der Region jetzt ins Finale. Ende März müssen alle Ideen für das neue Fünf-Millionen-Paket eingereicht sein. Der Regionalmanager bestätigt, dass 30 Projekte bereits vorliegen und der Topf, über den im April die Lokale Aktionsgruppe (LAG) entscheiden will, bereits überzeichnet ist. Für neue Ferienwohnungen, touristische Basis-Infrastruktur, eine Kirche und sanierungsbedürftige historische Gebäude im Schlossareal Altdöbern sind schon Anträge da.

Aus der ersten Förderrunde liegen Bescheide für den Pflegedienst in Hohenbocka, für ein Café auf den IBA-Terrassen und für den neuen Fahrradverleih am Großräschener See vor. Die Promenade durch den Familienpark am Senftenberger See, die als Flaniermeile zum Wasser mit modernen touristischen Angeboten auch privater Dienstleister flottgemacht werden soll, steht in der Warteposition. "Wir arbeiten kontinuierlich weiter", versichert Michael Franke.