| 02:42 Uhr

Stadt stärkt Rückgrat gesellschaftlichen Lebens

Lauchhammer. Die Vereine sind das starke Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens auch in Lauchhammer. Doch das Budget ist begrenzt – und wird künftig, der Einwohnerentwicklung folgend, noch kleiner. kw/mf

Deshalb plant die Stadt, die Sportanlagen örtlich weiter zu konzentrieren.

Ein Hartplatz am Waldstadion in Mitte soll zum multifunktionalen Kunstrasenplatz gemacht werden. Kicker und Hockeyspieler sollen hier gleichermaßen gut trainieren und Wettkämpfe austragen können. Alle Ballsportarten werden damit wetterunabhängig. Ein Sozialgebäude mit Sanitäranlagen auf dem ehemaligen Areal des Tennisvereins gehört zum avisierten Investitionspaket. Die vorhandenen Strukturen des Waldstadions sollen nachgenutzt werden. Diese Sportanlage ist in den 50er-Jahren mit der teilweise denkmalgeschützten Wohnstadt 1 für die Kokerei-Arbeiter errichtet worden. Besonders das Quartier im Herzen der Stadt Lauchhammer, die ursprünglich aus sieben Dörfern vereint wurde, soll weiter gestärkt werden. Das ist auch erklärtes Ziel des Stadtumbaus in der vom Bevölkerungsschwund gezeichneten Kommune, die sich dem weiteren Strukturwandel konsequent stellt. Auch für die neue Kegelanlage in Mitte sollen Töpfe der Städtebauförderung genutzt werden, die Lauchhammer noch öffnen kann..

Der Breitensport, der auch Lebensqualität ist, soll weiter gezielt gefördert werden. Aber das Konzentrieren von Trainings- und Wettkampfstätten muss das Betreiben der Anlagen im gesamten Stadtgebiet auch energieeffizienter und vor allem dauerhaft finanzierbar machen. In Randbereichen sollen Sportstätten perspektivisch auch aufgegeben werden.

Lauchhammer fördert nach wie vor und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten nach Kräften die Vereine aller Couleur nach fünf Kriterien: die Kinder- und Jugendarbeit, die Betriebskosten, Investitionsvorhaben, Veranstaltungen und Vereinsjubiläen sowie die Vereinsarbeit. Zusätzlich punkten Investitionen in die Barrierefreiheit - also Zugänglichkeit der Angebote für jedermann, Kooperation mit anderen Vereinen und die Energieeffizienz. Keine Chance auf eine finanzielle Hilfe aus dem kommunalen Haushalt haben Vereine, die vorrangig gewerbliche, private und politische Interessen verfolgen.

Am stärksten organisiert sind nach wie vor die Sportler. In Oberspreewald-Lausitz ist jeder zehnte Bürger in einem der mehr als 160 Vereine Mitglied. Das hat der Kreissportbund erhoben. Lauchhammer ist ganz vorn mit dabei.