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| 17:53 Uhr

Wegen hoher Waldbrandgefahr
Lauchhammer verbietet Feuerwerke bis auf weiteres

Das spektakuläre Feuerwerk beim Senftenberger Hafenfest steigt auch in diesem Jahr in den Himmel.
Das spektakuläre Feuerwerk beim Senftenberger Hafenfest steigt auch in diesem Jahr in den Himmel. FOTO: Peter Aswendt
Senftenberg. Wegen hoher Waldbrandgefahr erteilt die Stadt keine Genehmigungen mehr. Die Pyroshow beim Hafenfest in Senftenberg findet statt. Von Jan Augustin

Wegen der aktuell hohen Brandgefahr in Wäldern, auf Feldern und Grasland wird die Stadtverwaltung Lauchhammer auf absehbare Zeit keine Ausnahmegenehmigungen für Klein-, Mittel- und Großfeuerwerke erteilen. Das teilt Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos) mit. Nicht betroffen seien genehmigungsfreie Knallerbsen, Wunderkerzen, Lichterfontänen oder Partyknaller. Aber auch hier seien Vorsichtsmaßnahmen (Abstand halten, Windrichtung und Funkenflug beachten, Wasser bereithalten) zu ergreifen, damit nichts in Rauch und Flammen aufgeht, warnt das Stadtoberhaupt: „Die Gefahr ist zu groß und unkalkulierbar und bereits jeder nicht kontrollierbare Funke kann unbeschreibbare Folgen für Mensch, Tier und Natur haben.“

Ein privates Feuerwerk muss immer behördlich genehmigt werden. Ob Hochzeit, Geburtstag oder die bevorstehende Einschulung am 20. August – es führt kein Weg an dieser Genehmigung vorbei. Die wird jedoch immer mit Nebenbedingungen und einschränkenden Auflagen bei Waldbrandwarnstufen gekoppelt. „Wird ein Feuerwerk trotz hoher Warnstufe oder gänzlich ohne Ausnahmegenehmigung gezündet, drohen spürbare Strafen vom Bußgeld bis zu zivilrechtlichen Schadenersatzansprüchen im Schadensfall“, erläutert Roland Pohlenz, der um Einsicht und Verständnis bittet.

Freunde des Feuerwerkes beim Senftenberger Hafenfest am Samstagabend müssen indes nicht fürchten, dass die spektakuläre Pyroshow über dem See ausfällt. „Die Stadt Senftenberg hat im Moment nicht vor, ein generelles Verbot auszusprechen“, sagt Pressesprecher Andreas Groebe. Es gebe aber für jedes Feuerwerk immer eine Einzelfallprüfung des Ordnungsamtes, entsprechend der Lage und der vorhandenen Gegebenheiten. Genau so handhabt das auch die Stadt Großräschen, bestätigt Ordungsamtsleiterin Susanne Schapp. Derzeit gebe es aber auch keine Anträge. In Schwarzheide werden wegen der Wetterlage aktuell auch keine Feuerwerke genehmigt, bestätigt der Chef des Ordnungsamtes, Manfred Richter.