ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Spreewälder Mozart-Projekt ist weltweit gefragt

Waldow.. Was vor gut zwei Jahren im kleinen Spreewald ort Waldow (Amt Lieberose/Oberspreewald) beim Musikpädagogen, Chorleiter und Sänger Michael Zumpe als gedankliches Projekt „geboren“ wurde, ist nun aus den Kinderschuhen und erfreut sich deutschlandweit großen Interesses: Das

Mozart-Projekt mit szenischen Ausschnitten aus der „Zauberflöte“ und dem ebenso berühmten „Requiem“ . Nach Ende des Mozart-Jahres war die Frage, ob damit auch das Projekt ende. Nun ist klar: Es geht weiter.

Mit Mut zum Risiko
„Überwiegend musikalische Laien, die in Lausitzer Chören Freude am gemeinsamen Gesang haben, sollten das Projekt machen“ , sagt Zumpe. Er fand Sänger mit Mut zum Risiko in den Chören aus Ruhland, Schwarzheide, Sacrow-Wal dow, dem Lübbener Männerchor, in Calau, Senftenberg, Vetschau, Finsterwalde und in der Doberluger Kantorei. „Bei den drei Aufführungen in Lübben, Ruhland und Finsterwalde haben wir mehr als 1800 Gäste erfreuen können“ , erinnert sich Michael Zumpe. Und er erfuhr: „Es hat sich gezeigt, dass großes Interesse, Begeisterung für das Projekt, Freude am gemeinsamen Singen und in der Gemeinschaft jeden über sich hinaus wachsenlassen kann.“
Das Mozart-Jahr ist vorbei, und wie nun weiter? „Das haben mich viele aus dem Ensemble gefragt und auch gesagt, dass sie die Musik nicht und erst recht nicht die Gemeinschaft missen möchten“ , erzählt Zumpe. Die Mühen seien nicht umsonst gewesen. „Ein paar ,Auffrischungs-Proben' gab es, und nun ist alles wieder parat“ , versichert er. Mit dem Mozart-Projekt wollen er und „gut 100 Teilnehmer aus den Chören weitermachen“ . Am Pfingstsonnabend, dem 26. Mai, soll es die nächste Aufführung mit „Zauberflöte-Szenen“ und dem „Requiem“ in der Zisterzienser-Kirche Doberlug geben.
„Für das Jahr 2008 ist für die Karwoche ein Projekt-Konzert in Genf geplant. Ebenso in Pirna, vielleicht auch in Potsdam kann es Konzerte geben“ , ist der Chorleiter optimistisch. Anfragen gebe es etliche. „Aber auch im kulturellen Bereich gilt: Es muss finanzierbar sein“ , verweist Michael Zumpe auf ein wesentliches Problem. Bislang habe das Geld immer gereicht.
„Große Reisen lässt unser Chor-Portemonnaie leider nicht zu“ , sagt er und verweist auf die Einladung in die USA für das Jahr 2008. Viele aus dem großen Chor, die Solisten und auch das Brandenburgische Kammerorchester stünden dafür bereit. Künstlerische Ideen und Einladungen zu Konzerten gebe es reichlich.

Dem Chor „Futter“ geben
Entmutigen lässt sich Zumpe überhaupt nicht. „Im Chor stecken wir uns mit unserem Optimismus immer selber an“ , sagt er schmunzelnd. Dem Mozart-Projekt sollen bald neue anspruchsvolle Vorhaben folgen. „Wenn es so einen tollen Chor gibt, dann muss man ihm auch entsprechendes ,Futter' geben“ , ist Zumpe überzeugt. Näheres verraten will er derzeit aber noch nicht.
Wer neugierig geworden ist, weiter oder überhaupt mitmachen will, den lädt Chorleiter Michael Zumpe zu den Proben ein. Diese werden ab heute immer mittwochs ab 19 Uhr in der Aula des Lübbener Paul-Gerhardt-Gymnasiums sowie immer dienstags ab 19 Uhr im Saal des Hotels „Zum Stern“ an der Nordseite des Ruhlander Marktplatz stattfinden. (-ds)