Die Vereine und die Führung des Kreissportbundes (KSB) OSL sehen ihre Anstrengungen nicht belohnt, obwohl in den 163 Vereinen mit den 14 578 Mitgliedern alle stolz auf die geleistete Arbeit sind. Binnen eines Jahres ist die Mitgliederzahl um 108 angewachsen. Und das alles fast ausschließlich mit ehrenamtlicher Arbeit durch Vorstände, Übungsleiter, Eltern und Großeltern.

Dabei wurde schon oft die ausbleibende finanzielle Anerkennung für die Tätigkeit der Übungsleiter angesprochen. Alle Vereine wünschen sich nicht nur den moralischen Zuspruch des Landkreises und der Politik. Von der Erhöhung der Sportförderung des Landes Brandenburg an den Landessportbund Brandenburg (LSB) in Höhe von einer Million Euro sahen die Vereine nicht viel. Und jetzt drohen sogar höhere Mitgliedsbeiträge durch den Landessportbund. Je Mitglied sollen dann statt bislang sechs Euro 33,3 Prozent mehr abgeführt werden.

LSB-Hauptgeschäftsführer Andreas Gerlach, begründete auf der Mitgliederversammlung die künftigen acht Euro. Er sprach von besseren Dienstleistungen für die Vereine, von Eigenanteilen für Fördermittel sowie von der einzuführenden Ehrenamtsversicherung. "Ich wünsche mir in den kommenden Wochen und Monaten eine rege und faire Diskussion von den Vereinen zur Beitragserhöhung", so Gerlach.

Heinz Trasper vom SV Senftenberg machte die Situation deutlich: "Viele Vereine stoßen bereits an ihre finanziellen Grenzen, unter anderem, weil viele benachteiligte Kinder und Jugendliche betreut werden." Im nächsten Jahr stimmen die Delegierten des KSB bei der Mitgliederversammlung des Landessportbundes über die neuen Beiträge ab. Vorher wird es dazu zahlreiche Gespräche in den Vereinen geben.

Es gibt aber auch Positives zu vermelden. Durch den KSB wurden 2012 die Kinder- und Jugendsportspiele durchgeführt sowie zwei Spiel- und Sportfeste in Calau und Ortrand, drei Sportfeste für Menschen mit Behinderungen mit mehr als 750 Teilnehmern, 35 Wettkämpfe im Bereich "Jugend trainiert von Olympia", eine Talentiade und zwei Kita-Olympiaden in Lübbenau und Senftenberg. Die Ergebnisse der Kita-Olympiade "Fritzi" beweisen, so heißt es, dass es gelungen ist, schon die vier- bis sechsjährigen Kinder für den Sport zu begeistern. Unter den 256 Kitas, die an diesem landesweiten Wettbewerb teilnahmen, erreichten das "Zwergenhaus" aus Senftenberg den 4. und das "Storchennest" aus Boblitz den 8. Platz.

Sehen lassen können sich auch die 63 Kooperationsereinbarungen zwischen 22 Vereinen und 25 Schulen. Dadurch wird Nachwuchs gefördert.

Die Mitgliederzahl der bis 18-Jährigen ist wieder über die 4000 gestiegen. Damit sind fast 40 Prozent aller schulpflichtigen Kinder in den Vereinen aktiv. Mit dieser Zahl liegt der Kreissportbund landesweit im Spitzenfeld.

Der Vorstand richtete einen besonderen Dank an die Kreisverwaltung und an die Sparkasse Niederlausitz für die finanziellen Hilfen.

Der Kreissportbund werde sich auch in Zukunft mit dem Thema "Kinderschutz" mit den Vereinen auseinandersetzen und an die Durchsetzung der Abgabe von erweiterten Führungszeugnissen für Übungsleiter im Nachwuchsbereich festhalten. Es gebe eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.