Dass in die Briesker Elsterkampfbahn investiert werden muss, steht für die Senftenberger Stadtverordneten außer Frage. Insbesondere was den geplanten dritten Fußballplatz angeht, besteht größtenteils Einigkeit. Doch was sonst in den kommenden Jahren auf dem Sportareal an der Schwarzen Elster passieren soll, ist ungewiss. Ein Gesamtkonzept existiert bislang nicht. Und im Sportstättenentwicklungskonzept der Stadt heißt es lediglich „Perspektivisch ist die Elsterkampfbahn mit einem weiteren wettkampffähigem Sportplatz mit Flutlichtanlage auszubauen.“

Das ist der Mehrzahl der Stadtverordneten zu wenig. Daher haben sie in ihrer jüngsten Sitzung den vom Rathaus avisierten 200 000 Euro Planungsleistungen eine Absage erteilt. Stattdessen soll in den Fachausschüssen diskutiert werden, was auf der Elsterkampfbahn konkret geschehen soll.

Bedürfnisse weiterer Vereine sollen erfragt werden

Wolf-Peter Hannig (Linke) bemängelt, dass im Sportstättenentwicklungskonzept nicht enthalten ist, was tatsächlich jedes Jahr gebaut werden soll. „Und wenn in Brieske weitere Sportvereine angesiedelt werden sollen, müssen wir doch zumindest deren Bedürfnisse erfragen“, so Hannig. Der Abgeordnete schlägt vor, noch in diesem Jahr ein Sportforum in Senftenberg einzuberufen, bei dem alle Protagonisten Mitspracherecht haben.

Klaus-Jürgen Graßhoff (CDU) fordert, dass die konkreten Aufgaben für die Briesker Elsterkampfbahn im Sozialausschuss diskutiert werden sollen. Gleichzeitig empfiehlt der Altbürgermeister, die entsprechende Vorlage in die Fachausschüsse zu verweisen. Dieser Antrag erfährt von den Stadtverordneten eine Mehrheit. So dürfte erst in der nächsten Stadtverordnetenversammlung Ende Juni entschieden werden, ob die Stadt Planungsgelder für die Elsterkampfbahn ausgeben darf.

Ausbau der Elsterkampfbahn in fünf bis sieben Jahren

Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) sieht indes die jetzige Vorlage als Basis für die Fortschreibung der Sportstättenkonzeption. „Wir haben in Brieske in höchsten Investitionsbedarf.“ Die Elsterkampfbahn solle auf ein modernes Niveau gebracht werden. Das könnte in den kommenden fünf bis sieben Jahren passieren. Gleichzeitig weist das Stadtoberhaupt darauf hin, dass die Briesker Maßnahme keine Absage an Investitionen für weitere Sportanlagen in der Seestadt bedeute.