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Fussball
VfB unterliegt gnadenlosem Tabellenführer

Die drei Hohenleipischer Pierre Mouen Ebongue, Christoph Wenzel und Ahmet Ayata (v.l.) versuchen hier, Jasper Belz den Ball abzujagen. Am Ende reichte es für den VfB aber nicht zum Punktgewinn.
Die drei Hohenleipischer Pierre Mouen Ebongue, Christoph Wenzel und Ahmet Ayata (v.l.) versuchen hier, Jasper Belz den Ball abzujagen. Am Ende reichte es für den VfB aber nicht zum Punktgewinn. FOTO: Lutz Jakob / Jakob Lutz
Landesliga. In der Fußball-Landesliga nehmen Brieske und Vetschau mit zwei Siegen weiter die Verfolgung auf. Hohenleipisch dagegen muss abreißen lassen.

VfB Hohenleipisch – Blankenfelde-Mahlow 2:3 (1:1). Tore: 1:0 Ayata (38.), 1:1 Neubauer (45.), 2:1 Wenzel (48.), 2:2 Bieda (66.), 2:3 Belz (73.); Schiedsrichter: Alich (Cottbus); Zuschauer: 112; VfB: Drangosch – Schiffner, Gärtner, K. Schüler, T. Lehmann (88. Kriegereit) – Ayata (78. Vetter), Otto, Wenzel, Mouen Ebongue – Erken, P. Werner.

Nach Spielschluss rätselten zum wiederholten Mal in dieser Saison Mannschaft, Trainer und Zuschauer, wie es möglich ist, dass man so ein überlegen geführtes Spiel verlieren kann. Die vereinfachte Antwort: Blankenfelde machte aus vier Chancen drei Tore, der VfB aus einer Vielzahl von Möglichkeiten eben nur zwei Treffer.

In der ersten Halbzeit lieferten die Hohenleipischer ihre bisher beste Saisonleistung ab. Mit hohem Tempo und schönen Kombinationen kaufte man dem Tabellenführer den Schneid ab. Schon in der 5. Minute kombinierte man David Otto halbrechts frei, doch sein Schuss landete am Pfosten. In der 30. Minute war es Kapitän Paul Werner, der einen Flachschuss haarscharf links neben das Tor platzierte. Der Führungstreffer war dann auch hochverdient. Nach einem mustergültigen Angriff legte Mouen Ebongue das Leder in die Mitte, wo Ahmet Ayata einschieben konnte.

Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlugen die Blankenfelder zurück. Quasi mit ihrem einzigen Schuss der gesamten ersten Halbzeit zirkelte Neubauer einen Freistoß über die Mauer wie schon vergangene Woche gegen Wacker Ströbitz. Gäste-Trainer Mirko Schult konstatierte in der Pause: „Wenn du oben stehst, hast du eben das Glück und triffst mit einer Chance. Wenn du unten stehst, gehen die Dinger eben nicht rein.“ Und er sollte damit auch Recht behalten, was den Verlauf der zweiten Hälfte betraf. Zwar ging der VfB in der 48. Minute wieder in Führung, als Christoph Wenzel eine scharfe Ayata-Ecke per Kopf verwandelte, doch der mögliche dritte Treffer, der das Spiel wohl zugunsten des VfB entschieden hätte, wollte nicht fallen. Wenzel hatte mit einem Latten-Kopfball die größte Chance dazu. Nur Minuten später war es der gerade eingewechselte Bieda, der den erneuten Ausgleich erzielte. Und es sollte noch schlimmer kommen. Nach Ballverlust des VfB  spielte Blankenfelde einen langen Ball  in die Schnittstelle der Abwehr, Belz nahm diesen gekonnt mit und schob die Kugel zum 2:3 ein. Zumindest ein Unentschieden war aber noch möglich, doch Werner setzte das Leder in der 81. Minute aus sechs Metern volley über den Kasten.

Blau-Weiß Vetschau – VfB Cottbus 6:0 (3:0). T: 1:0 Veit (5.), 2:0 Schütz (16.), 3:0 und 4:0 Henrique Dos Santos (38./47.), 5:0 Gutar (56.), 6:0 Veit (87.); SR: Maron (Berlin); Z: 86; Vetschau: Liebe – Wilzeck (46. Böttcher), Tributh, Jurischka (79. Wirth), Köhler – Lehmann (79. Fliegel), Schütz, Gutar, Jäkel – Veit, Henrique Dos Santos.

Einen deutlichen Heimsieg feierte die Spielvereinigung und glänzte dabei mit effektiver Chancenverwertung. Obwohl die Gäste im ersten Abschnitt brandgefährlich waren und fünf hochkarätige Chancen vergaben, führte die Heimelf mit 3:0 zur Pause. Für Aufsteiger Cottbus brachte auch der Trainerwechsel keinen Erfolg, hat man doch mit neuem Trainer ein Torverhältnis von 0:11 und null Punkten.

Union Fürstenwalde II – Brieske/Senftenberg 2:4 (0:2). T: 0:1 Hübner (31.), 0:2 Natusch (33.), 0:3 Heine (52.), 1:3 und 2:3 Noack (53./Elfmeter, 63./Elfm.), 2:4 Natusch (90.+1); SR: Boshara (Panketal); Z: 27; Brieske: Ehrlich – Leupold, Malinski, Kandler, Bubner – Özcelik (88. Schulze), Heine, Natusch, Riedel – Petsch (83. Wetter), Hübner.

Unnötig schwer tat sich Brieske nach einer 3:0-Führung in Fürstenwalde. Am positiven Effekt, dass die Offensive weiter nach Belieben trifft, gibt es nichts zu rütteln. Doch auch in der Bonava-Arena musste man Gegentreffer hinnehmen, die Trainer Steffen Rietschel nicht gefallen konnten. Eine Ecke von Paul Natusch köpfte Georg Hübner nach einer halben Stunde zur Führung ein, ehe der Vorlagengeber zwei Minuten später aus 22 Metern abzog und erhöhte traf. Richtung Halbzeit verpassten die Hausherren den Anschluss. Senftenberg hatte auch im zweiten Abschnitt den besseren Beginn, Hübner köpfte zum zweiten Mal an die Latte. Den zweiten Ball nutzte Stephan Heine zur Vorentscheidung. Mit zwei Strafstößen brachte Noack seine Mannschaft aber wieder zurück. Paul Ehrlich musste zweimal zur Stelle sein, um den Ausgleich zu verhindern. Den Sieg sicherte Natusch in der Nachspielzeit mit einem Distanzschuss.

Auswärtssieg: Ein kleiner Trupp von Brieske-Fans unterstütze die Senftenberger Jungs beim 4:2 in Fürstenwalde.
Auswärtssieg: Ein kleiner Trupp von Brieske-Fans unterstütze die Senftenberger Jungs beim 4:2 in Fürstenwalde. FOTO: Marco Kloss