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| 19:01 Uhr

Fussball
Umkämpftes Derby endet mit Remis

 Die erste Halbzeit zwischen dem FSV Brieske Senftenberg und dem TSV Schlieben war nicht sonderlich ansehnlich.
Die erste Halbzeit zwischen dem FSV Brieske Senftenberg und dem TSV Schlieben war nicht sonderlich ansehnlich. FOTO: Marco Kloss
Landesliga Süd. Brieske und Schlieben trennen sich in der Landesliga mit einem 1:1. Hohenleipisch holt gegen den Spitzenreiter einen Punkt. Von Marco Kloss und Frank Thiemig

FSV Brieske/Senftenberg – TSV Schlieben 1:1 (0:1). Tore: 0:1 R. Dehne (17.), 1:1 Schulze (79.), SR: Schultz, Z.: 68.

Mit einem Remis endete das Südbrandenburg-Derby in der Landesliga Süd nach umkämpften neunzig Minuten. Dabei hatten die Knappen Glück, in der Schlussminute mussten sie die Luft anhalten.

Die Hausherren begannen die Partie gut und bestimmend und hatten nach einer Volleyabnahme durch Rietschel auch die erste Chance. Doch kamen sie im ersten Abschnitt trotzdem nie richtig in die Partie. Viel Stückwerk, zahlreiche Fehlpässe und Stockfehler sorgten für eine wenig ansehnliche Halbzeit.

Die Gäste hingegen wussten um ihre Chance und trafen nach einem groben Abwehrfehler der Knappen zum 0:1. Robert Dehne übernahm den Ball kurz hinter der Mittellinie und lief allen davon, um flach die Führung zu erzielen.

Beide Mannschaften kamen immer wieder an den Strafraum, doch die Torhüter mussten nur selten zur Stelle sein, auch weil beispielsweise Malinski vor dem einschussbereiten Dehne klärte.

Nach der Pause lauerten die Gäste auf den entscheidenden Konter und wussten mit zunehmender Spielzeit die Räume defensiv weiter zu verengen. In hektischen zehn Minuten häuften sich auch einige Verwarnungen in einer dennoch fairen Partie.

Gut 15 Minuten vor dem Ende war es ein Einwurf, den die Knappen im Strafraum verlängerten und der eingewechselte Schulze von Knuppe an die Schulter geschossen wurde, sodass der Ball mit interessanter Flugkurve zum Ausgleich ins lange Eck ging.

Noch einmal kam Hektik auf, als der Ball im Fünf-Meter-Raum der Gäste lag und nicht in das Tor gebracht wurde, ehe es in der Schlussminute zum Gästesieg hätte kommen können. Ein Konter mit zwei guten Seitenverlagerungen brachten Robert Dehne in Schussposition, doch statt direkt abzuschließen, vergab der Angreifer die Chance und es blieb beim 1:1-Remis.

SG Phönix Wildau – SpVgg. BW 90 Vetschau 9:1 (3:1). Tore: 0:1 Veit (25.), 1:1, 4:1 und 9:1 Brendel (31./67./90.), 2:1 und 8:1 Müller (42./83.), 3:1 Muschter (45+2.), 5:1 und 7:1 Semke (68./76.), 6:1 Seppelt (72.), SR: Theißig, Z.: 71.

Ein Platzverweis und Strafstoß brachten die Gäste in Führung, die aber dennoch zur Pause wieder klar im Hintertreffen lagen. Für die SG war es ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf, um Rang 13 zu halten und den Anschluss an das untere Mittelfeld zu bewahren.

VfB Hohenleipisch 1912 –SC Eintracht Miersdorf/Zeuten 2:2 (1:1). Tore: 0:1 Goslinowsky (11.), 1:1 Wenzel (25.), 2:1 P. Werner (54.), 2:2 Goslinowsky (88.); SR: Probst (Großenhain);  Zuschauer: 142;Gelb-Rote Karte: Alisch (73./ Miersdorf/Z.)

Die VfB-Elf hatte den Spitzenreiter kurz vor der Niederlage und musste am Ende mit einem Remis zufrieden sein, weil sie sich für den Aufwand nicht adäquat belohnte, ausreichend vorhandene Chancen nicht nutzte und bei dreimal Aluminium auch das Quäntchen Glück fehlte.

Schon in den furiosen Anfangsminuten deutete sich das wohl entscheidende Manko an, als Otto und zweimal Werner gute Möglichkeiten ausließen. Mit dem ersten Torschuss gingen aber die Gäste in Führung (11.) und deuteten ihre Qualität im Umkehrspiel an, auch wenn die ansonsten gut funktionierende VfB-Hintermannschaft in dem Moment ungeordnet wirkte. Die Einheimischen blieben spielbestimmend und SC-Keeper Peka und der Pfosten verhinderten gegen Werner (20.) den inzwischen verdienten Ausgleich, den Wenzel wenig später erzielte. „Weiter, weiter“, pushte VfB-Trainer Henrik Pohlenz seine Mannen, „aber auch in die andere Richtung!“ Denn das Eintracht-Spiel war klar auf Konter angelegt und zehrte von Fehlabspielen des Gegners. „Unsere Stärke ist das Umkehrspiel, aber das konnten wir heute nicht wie gewünscht umsetzen.“ meinte SC-Coach Alexander Schröder, der jedoch mit 50 Prozent Trefferquote und dem Pausengleichstand ganz zufrieden sein konnte, zumal Ayata für die Heim-Elf noch einen Freistoß an das Lattenkreuz gesetzt hatte (38.).

Mit erneut viel Elan begann Hohenleipisch die zweite Hälfte, drehte das Ergebnis aber mit einem Kopfball von Werner auf Zuspiel von Lehmann (54.). Wie fragil die VfB-Führung bei aller Spielkontrolle war, zeigte SC-Torjäger Goslinowski, als er zentral und völlig frei eine Großchance vergab (59.). Überhaupt legten sich die Gäste jetzt mehr ins Zeug und spielten in der Schlussviertelstunde – nach Ampelkarte in Unterzahl – auf den Ausgleich, blieben aber bis auf eine Halbchance von Reinhardt (78.) kaum gefährlich. Dafür reagierte der Gäste-Tormann noch zweimal klasse und lenkte einen Ball von Wenzel noch an die Latte (87.). „Hohenleipisch hat den Sack nicht zugemacht“, resümierte Miersdorf/Zeuthens Trainer anschließend und traf damit den Punkt, denn zwei Minuten vor Schluss kam der SCE noch zum Ausgleich, der ihm letztlich die Tabellenführung rettete, während der VfB um einen Rang auf Platz acht rückte.

 Die erste Halbzeit zwischen dem FSV Brieske Senftenberg und dem TSV Schlieben war nicht sonderlich ansehnlich.
Die erste Halbzeit zwischen dem FSV Brieske Senftenberg und dem TSV Schlieben war nicht sonderlich ansehnlich. FOTO: Marco Kloss