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| 15:30 Uhr

Kegeln
Senftenberger mit einem Tanz auf der Rasierklinge

Die Senftenberger Classic-Kegler nach dem Sieg gegen den Tabelllenführer.
Die Senftenberger Classic-Kegler nach dem Sieg gegen den Tabelllenführer. FOTO: Alexander Schuppan
Senftenberg. Die Classic-Kegler haben nach dem Erfolg im Spitzenspiel gegen Kleeblatt Berlin jetzt sogar die Tabellenführung im Visier.

Im Spitzenduell trennten sich die Senftenberger Kegler vom Tabellenführer Kleeblatt Berlin nach engem Spiel mit 5:3 Punkten und jeweils 3209 zu 3180 Kegeln.

Der SV Senftenberg empfing am letzten Samstag die Mannen vom Sonnenplatz der Tabelle. Dort hatte sich heimlich, still und leise die Bundesligareserve von Kleeblatt Berlin festgesetzt. Nachdem die Senftenberger im Hinspiel schon als Sieger aus der Hauptstadt zurückkamen, wollte und musste man zu Hause unbedingt doppelt punkten. Früh am Morgen mussten die Senftenberger aber einen herben Rückschlag einstecken. Der bis dato beste Heimakteur Steffen „Baby“ Kretzschmar musste krankheitsbedingt absagen. Man war also gezwungen, das Team umzustellen.

Das Spiel wurde dann schließlich spannend bis zur vorletzten Kugel im Schlussdurchgang. Die Berliner hatten immer wieder auf der letzten Bahn einen Paukenschlag parat, der die Zuschauer in der Halle beeindruckte. So gewannen die Gäste von den Senftenbergern scheinbar sicher geglaubte Punkte in Durchgang eins durch Thomas Specht und Olaf Richter, die die Senftenberger Alex Schuppan und Alex Kloß in arge Bedrängnis und Fassungslosigkeit stürzten.

Das Spiel war offen vor dem Schlusspaar und das lag vor allem an den stark spielenden Jörg Bruhn (541 Kegel) und U23 Landesmeister Ben Ungermann, der auf jeder Bahn brillant agierte und starke 577 Kegel ins Zählwerk brachte.

Da Ingo Lieschke nach dreiwöchiger Spielpause ran musste, war immer noch mächtig Dampf in der Partie. Die Gäste haben so manche Partie zum Schluss siegreich gestaltet und die beiden Berliner wollten unbedingt den Sieg oder zumindest Punkte mitnehmen in den Norden.

Die ersten Bahnen gewannen die Berliner und die Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Ingo Lieschke verlor seinen Mannschaftspunkt gegen Heiko Bartschek am Ende klar, aber er konnte den Holzabstand so halten, dass Jens Lehmann mit mehr Kegeln gegen Jürgen Drechsler den Sieg herbeiführen könnte. Das gelang, weil Lehmann mit Wurf 119 nochmal ins volle Bild kam und der Kapitän der Gäste die gleiche Chance nicht nutzen konnte.

Der Jubel war groß unter allen Senftenberger Keglern und Besuchern dieses nächsten Krimis an der Briesker Straße.

Jetzt sind noch fünf Spiele zu absolvieren und die Senftenberger haben sich hauchdünn an die Tabellenführer heran gespielt. Lediglich ein winziger halber Mannschaftspunkt fehlt für den Platz an der Sonne. Ob man diesen nochmal besetzen kann, wird sich zeigen. Weiter geht es schon nächste Woche beim wichtigen Auswärtsspiel in Cottbus.