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| 16:22 Uhr

Fussball Landesliga
Hohenleipisch beendet lange Durststrecke

Mit dem 4:0-Erfolg in Kolkwitz fährt der VfB in der Landesliga nach sechs Spielen wieder einen Dreier ein. Brieske verpasst Sieg. Von Marco Kloss und Frank Thiemig

Kolkwitzer SV – VfB Hohenleipisch 0:4 (0:0). Tore: 0:1 P. Werner (59.), 0:2 Otto (76.), 0:3 P. Werner (80./ FE), 0:4 Ayata (83.); Schiedsrichter: Donhauser (Königs Wusterhausen); Zuschauer: 75; Gelb-Rote Karte: Szobonya (Kolkwitz/83.); VfB: Drangosch - Stern, Schiffner, Kriegereit, T. Lehmann - Erken (87. Buchwald), Schollbach - Ayata (84. Pospischil), Otto - Vetter (56. Bischof), P. Werner.

Mit dem ersten Dreier nach einer sechs Spiele währenden Durststrecke konnten die Hohenleipischer diesmal ihr Vorhaben umsetzen und rückten damit etwas weiter ins Tabellenmittelfeld. Dass man eine recht lange Anlaufzeit brauchte, bei den Kolkwitzer Chancen durchaus Glück hatte und das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch ausfiel, war den VfB-Kickern, die sich den Sieg mit einer Steigerung im zweiten Durchgang verdienten, am Ende völlig egal.

Im ersten Durchgang boten beide Teams wenig Ansehnliches und ein Spielfluss kam nicht zustande. Zwar wurde der VfB durch Erken und Werner schon nach drei Minuten gefährlich, aber zweimal Grützner in bester Position (6., 20.) und Specht mit einem 35-Meter-Heber (19.) hatten für den KSV gute Möglichkeiten. Die Bälle gingen aber neben oder über das Tor, wie VfB-Keeper Drangosch im gesamten Spiel nicht einmal ernsthaft eingreifen musste, weil die Kolkwitzer so schlecht zielten.

Nach einer halben Stunde rollte die Kugel aber auch ganz knapp am KSV-Tor vorbei. Vetter hatte eine Lehmann-Flanke angenommen, sich gedreht und flach abgeschlossen. Dann war Choschzick einen Tick vor Werner nach einer Ecke am Ball (37.) und mit der letzten Aktion vor der Pause kam der VfB mit Schollbach und Werner noch einmal gefährlich vor das Tor.

Weil sich Referee Donhauser verletzt hatte, leitete Assistent Meißner mit Wiederbeginn die Partie. Immer noch wirkten fast alle Aktionen recht hektisch, weil keiner in Rückstand geraten wollte. Fast im Konterstil setzte Hohenleipisch mit Werner ein Offensivzeichen (51.), bevor die Platzherren nach einem sehr schnell ausgeführten Freistoß durch Kaiser aus fünf Metern die Großchance zur Führung vergaben (56.).

Das war offenbar ein Wachmacher für die VfB-Elf, die sich sofort straffte, zusehends bestimmend wurde und mit einer tollen Werner-Direktabnahme nach Eckball in Führung ging (59.). Wie dünn der Vorsprung war, zeigte sich schon kurz darauf, als Kolkwitz den Ausgleich verpasste (63.), aber der VfB bestimmte jetzt das Geschehen, wenngleich die Angriffe meist nicht ausgespielt wurden.

Eine Viertelstunde vor Schluss folgten zwei ganz entscheidende Szenen. Lehnik verpasste das 1:1, setzte das Leder Zentimeter neben den langen Pfosten (73.) und dann erhöhten die Gäste mit einem blitzsauberen Spielzug. Kriegereit schickte Werner, der sich belendend behauptete und mit Übersicht quer ablegte, wo Otto keine Mühe hatte (76.). Die Gastgeber waren sichtlich beeindruckt, brachten nichts mehr zustande und Hohenleipisch traf noch zweimal. Nach Foul am durchgebrochenen Erken verwandelte Werner sicher vom Punkt (80.) und mit einem sehenswerten Frei­stoß, den Szobonya verursacht und dafür die Ampelkarte gesehen hatte, markierte Ayata den Endstand (83.). Vom rechten Strafraumeck traf er genau in den Torwinkel.

FSV Brieske/Senftenberg – SG Phönix Wildau 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Paul Natusch (38.), 1:1 Ronny Brendel (65./Strafstoß); Schiedsrichter: Rene Müller (Cottbus), Zuschauer: 98.

Die Knappen verpassen den nächsten Sieg und müssen den Gästen einen Punkt überlassen. In der erwartet schweren Partie waren die Gäste zu Beginn besser im Spiel und hatten durch den ehemaligen Briesker Daniel Gensigk die erste Chance. Sein Kopfball nach einer Ecke ging aber knapp neben das Tor. Im direkten Gegenzug wurde Georg Hübner perfekt freigespielt, doch eine mögliche Abseitsposition verhinderte das 1:0 der Knappen.

Mit dieser Chance übernahmen die Hausherren auch das Spielgeschehen und kamen über Stephan Heine, per Kopf, Georg Hübner, über das Tor, und Michael John, der aus 20 Metern flach vorbeischoss zu den besseren Chancen. Knapp zehn Minuten vor der Pause war es um die Gäste geschehen. Eine Flanke von Jonas Bubner klärte Gästetorhüter Alexander zentral in den Strafraum und räumte dabei Georg Hübner ab. Der Ball ging direkt zu Paul Natusch, der aus der Luft sicher im linken Eck zur Führung einschoss. Auch der Jubel zum 2:0 lag den Zuschauern schon auf den Lippen, doch der Abschluss von Martin Voigtländer endete beim Gästetorhüter.

Mit Beginn des zweiten Abschnittes wurde die Gangart der Gäste härter und zunehmend unfairer, indem Torjäger Georg Hübner aus dem Spiel getreten wurde, Bälle permanent weggeschossen wurden und Flugeinlagen an der Tagesordnung waren.

War es nach gut zehn Minuten ein beherztes Solo von Michael John, das nur knapp am langen Außenpfosten endete, sahen sich die Knappen einer strittigen Situation im eigenen Strafraum gegenüber. Ronny Brendel sank zu Boden und der Unparteiische zeigte zum Entsetzen der Knappen auf den Punkt, von dem der vermeintlich Gefoulte zum Ausgleich traf.

Die Chance zum direkten abermaligen Führungstreffer endete von Paul Natusch am Pfosten, sodass es beim Remis blieb, die Gäste für ihre teils überharte Gangart noch einige Verwarnungen sammelten und mit Abpfiff den Punktgewinn wie einen Sieg bejubelten.

FV Erkner – SpVgg. BW 90 Vetschau 1:1 (0:0). Tore: 1:0 Robin Neupert (52.), 1:1 Matthias Schütz (90.); Rote Karten: Caio Henrique Dos Santos (73./Vetschau), Maximilian Friedrich (74./Erkner); Schiedsrichter: Christian Jung (Berlin); Zuschauer: 37.