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Fussball
Hohenleipisch zeigt eine klare Steigerung

Szene aus der Partie VfB Hohenleipisch 1912 – FV Blau-Weiß 90 Briesen (4:1). Paul Werner (l.), bester Mann auf dem Platz, vor einer seiner vielen Hereingaben, hier gegen Danilo Ballhorn.
Szene aus der Partie VfB Hohenleipisch 1912 – FV Blau-Weiß 90 Briesen (4:1). Paul Werner (l.), bester Mann auf dem Platz, vor einer seiner vielen Hereingaben, hier gegen Danilo Ballhorn. FOTO: Frank Thiemig
Fußball-Landesliga. Der VfB gewinnt gegen Briesen mit 4:1. Knappen mit Punktgewinn bei Wacker zufrieden. Vetschau siegt deutlich. Von Marco Kloss und Frank Thiemig

SpVgg. Blau-Weiß 90 Vetschau – SV Germania Schöneiche 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Eduard Gutar (27.), 2:0 und 3:0 Matthias Schütz (90+2. /90+4.), Gelb-Rote Karte: Kevin Kühnel (76./Schöneiche), Schiedsrichter: Robert Stahn (Dresden), Zuschauer: 53.

Der Sieg von Vetschau stand lange Zeit auf wackeligen Beinen und erst ein Doppelschlag von Torjäger Matthias Schütz brachte die Hausherren auf die endgültige Siegerstraße.

VfB Hohenleipisch 1912 – FV Blau-Weiß 90 Briesen 4:1 (2:0) Tore: 1:0 Stern (15.), 2:0, 3:0 P. Werner (35., 58.), 4:0 Stern (61.), 4:1 Lucke (78.); Schiedsrichter: Schultz (Neuhausen); Zuschauer: 103; VfB: Drangosch - Schiffner, Gärtner, T. Lehmann, K. Schüler - Schollbach, Erken (74. D. Bischof), Stern, Wenzel (68. Mouen Ebongue) - Otto (81. Ayata), P. Werner.

Die Einheimischen legten sofort engagiert los und nach starker Vorarbeit von Werner köpfte Stern dessen Hereingabe zur frühen Führung ein (15.). Der Ball lief phasenweise sehr gut und mit Direktpassagen in den Reihen der Platzherren, am Abschluss fehlte es aber noch. Hatten die Märker bei Werners Schuss von der Strafraumgrenze an den Innenpfosten viel Glück (30.), traf der VfB-Kapitän wenig später zum 2:0, nachdem Hohenleipisch ganz stark und konsequent nachgesetzt hatte. Erst kurz vor der Pause tauchten die Gäste erstmals im VfB-Strafraum auf, blieben aber letztlich harmlos. „Jetzt nicht nachlassen und konzentriert weiterspielen!“, mahnte VfB-Coach Henrik Pohlenz und seine Jungs hielten sich dran. Werner köpfte einen Otto-Freistoß um Zentimeter neben den Torwinkel (43.) und dann verpasste Otto zentral im Fünfmeterraum eine flache Eingabe von Stern praktisch mit dem Pausenpfiff.

Mit viel Zug zum Tor begannen die Einheimischen den zweiten Durchgang. Nach tollem Angriff konnten sich Lehmann und Stern aber nicht gegen Bramburger behaupten (51.), dann war Otto allein Richtung FV-Tor unterwegs und wurde im Strafraum noch vom Ball getrennt (53.). Zwei-Tore-Vorsprung und Chancen vergeben, vor Wochenfrist ging das noch schief, aber diesmal ließ die das Geschehen klar beherrschende VfB-Elf solche Gedanken gar nicht erst aufkommen. Werner köpfte mit seinem achten Saisontor eine Ecke von Wenzel in die Maschen (58.) und legte kurz darauf wieder für Stern auf und war damit an allen Hohenleipischer Treffern beteiligt. Während der VfB das Tempo etwas herausnahm, kam Briesen zu ein paar Distanzschüssen, sah Drangosch jedoch auf dem Posten, der den Ehrentreffer der nie aufgebenden Gäste aber nicht verhindern konnte (78.). Freilich nur Ergebniskosmetik und der Gegentreffer war unterm Strich das wohl einzige, kleine Manko bei den Gastgebern, die aber trotzdem gut und gerne hätten höher gewinnen können.

SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz – FSV Brieske/Senftenberg 0:0. Tore: keine, Schiedsrichter: Sven Hennig (Schwerzko), Zuschauer: 92.

Das Spitzenspiel Dritter gegen Zweiter stand personell auf beiden Seiten unter keinem guten Stern. Die Aufstellungen offenbarten große Lücken, so dass bei den Gästen Alexander Rabe reaktiviert werden musste und eine sehr gute solide Leistung als Abwehrchef ablieferte. Knappentrainer Steffen Rietschel forderte von seiner Mannschaft eine kluge Spielweise aus der geordneten Defensive.  Über 90 Minuten waren die Gäste dann auch defensiv präsent und ließen den Hausherren den Ball, aber kaum Chancen. In den ersten zwanzig Minuten fanden die Gäste noch etwas schlecht in das Spiel, hatte man mit dem Gegenwind mehr Probleme als gedacht, fanden die Hausherren immer wieder den Weg in die Briesker Hälfte. Lukas Kilich und Steven Semke sorgten mit den Abschlüssen für Hoffnung bei Wacker auf einen Erfolg, doch die Schüsse waren zu unpräzise und sorgten nur für wenig Aufruhr. Auf der Gegenseite war es Markus Riedel, der über links in den Strafraum zog, doch keinen Abnehmer fand. Rostyslav Diakiv wurde kurz darauf im Strafraum der Knappen freigespielt, doch sein Abschluss war abermals zu harmlos. Drei Minuten nach der Pause war es Steven Semke, der gegen Paul Ehrlich vergab und damit die Partie schon fast abschloss. Grundlegend waren die Knappen defensiv weiter sicher, Ströbitz fand kein Mittel dagegen und wenn Brieske sich per Konter versuchte, war das Zusammenspiel zu ungenau. So steht am Ende ein gerechtes Remis im Polarspiel.