ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:13 Uhr

Fussball
Hohenleipisch lässt Wacker keine Chance

Hohenleipischs Tim Seifert (re.) im Kopfballduell gegen Lukas Heither.
Hohenleipischs Tim Seifert (re.) im Kopfballduell gegen Lukas Heither. FOTO: Frank Thiemig
Fußball-Landesliga. Brieske verliert trotz eigener Führung gegen Wildau. Vetschau kassiert sieben Gegentreffer bei Miersdorf/Zeuthen. Von Marco Kloss und Frank Thiemig

TSV Schlieben – BSV Guben Nord 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Richter (2.), 0:2 und 0:3 Herzog (47./51.), SR: Runge, Z.: 134.

Die Hausherren, die besonders im ersten Abschnitt gleichwertig waren, unterliegen am Ende deutlich gegen effiziente und abgeklärte Neißestädter. Die schnellen Tore zu Beginn der beiden Halbzeiten zogen dem TSV den Zahn. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Gäste die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt erzielten und in Summe verdient gewannen.

FSV Glückauf Brieske/Senftenberg – Phönix Wildau 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Becker (38.), 1:1 Bolduan (52.), 1:2 Brendel (67.), SRin: Zeuke, Z.: 77.

Den Warnungen zum Trotz unterliegt der FSV vermeidbar gegen Wildau. Die Partie begann damit, dass Schurig nach wenigen Minuten aus Nahdistanz die Führung verpasste. Wussten die Gäste aus einer kompakten Defensive mit langen Bällen zu agieren, führte eine dieser Aktionen zur ersten strittigen Aktion. Im Rauslaufen erwischte Zerna den Ball und danach den Gegner, der die Aktion dankend annahm und zu Boden ging. Den Strafstoß parierte Zerna nur wenige Sekunden später. Nachdem der Abschluss von Schurig, nach einem tollen Sololauf vor der Linie geklärt wurde, waren die Gäste wieder am Drücker. Damm schoss erst nach einem Konter flach links vorbei und wenige Augenblicke später, freigespielt, flach rechts vorbei. Die letzten Minuten vor der Pause gehörten aber wieder den Knappen, die durch Becker zum Abschluss kamen und Gästetorhüter Alexander nur abklatschen ließ. Genauer machte es Becker wenige Sekunden später, als Schumann vorlegte und der Angreifer flach zur Führung traf. Die Gäste kamen bemühter aus der Kabine und abermals Damm sorgte für Gefahr im Briesker Strafraum. Den Ausgleich erzielte wenig später aber Bolduan nach einem langen Ball, mit zu viel Freiraum und ohne Gegenwehr, flach ins Tor. Eine Viertelstunde später die zweite strittige Aktion, als Krengel beim Klärungsversuch deutlich gefoult wird, aber das Unparteiischenkollektiv, was mit Sicherheit nicht seinen besten Tag hatte, auf Ecke entschied. Den Eckball köpfte Brendel fast komplett frei im Fünf-Meter-Raum ein. Brieske wollte den Ausgleich, hatte aber diesem Tag keine weiteren Offensivmittel und haderte wenige Minuten vor dem Ende erneut. Bei der Balleroberung im Strafraum der Gäste wird Bubner gefoult, doch zum Entsetzen aller Beteiligten hieß die Entscheidung Foulspiel vom Gefoulten. Die Gäste vergaben die Chance zur Entscheidung beim Kopfball von Müller, der auf der Linie geklärt wurde.

Eintracht Miersdorf/Zeuthen – SpVgg. BW 90 Vetschau 7:0 (2:0). Tore: 1:0 Wolter (4.), 2:0 Westphal (10.), 3:0 Reichardt (70.), 4:0 Markert (72.), 5:0 Semke (80.), 6:0 Goslinowski (81.), 7:0 Wolpert (90+4.), SR: Hebbe, Z.: 78.

Mit einem eigentlich guten Kader reiste Vetschau mit kleinen Hoffnungen nach Miersdorf. Diese wurden aber bereits nach zehn Minuten jäh zerstört, als man nach zwei Gegentoren wieder Böses erwarten musste. Die Hausherren benötigten dann aber einige Zeit für die nächsten Treffer, immerhin noch fünf in den letzten zwanzig Minuten.

VfB Hohenleipisch 1912 – SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz 3:0 (0:0) Tore: 1:0 Ayata (46.), 2:0 Seifert (65.), 3:0 Vetter (73.); Schiedsrichter: Wickfeld (Annahütte); Zuschauer: 148 ; VfB: Kotte, Bischof, Gärtner, T. Lehmann, Seifert, St. Lischka (72. Rink), Ayata, T. Richter, Gutsche (80. Pospischil), Vetter, P. Werner.

Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg machten die Hohenleipischer mit einem tadellosen Mannschaftsauftritt und einer Steigerung in Hälfte zwei die Partie gegen den alten Rivalen aus Ströbitz zu einer ganz klaren Angelegenheit. „Alles was wir uns für dieses Spiel vorgenommen hatten, konnte die Mannschaft umsetzen und das schnelle Tor nach dem Wechsel war quasi der Dosenöffner zum Erfolg“, zeigte sich VfB-Trainer Henrik Pohlenz sichtlich zufrieden. Der erste Abschnitt verlief recht ausgeglichen bei leichten Feldvorteilen für die Platzherren, und trotz ordentlichen Tempos von beiden Mannschaften blieben klare Torszenen hüben wie drüben aus. Genau eine Minute nach Wiederanpfiff gelangten die Einheimischen schon auf die Siegerstraße, nachdem sich Werner rechts klasse durchgesetzt und seine Hereingabe Ayata ins Ströbitzer Netz geköpft hatte. Mit der Führung im Rücken dominierten die Hohenleipischer in der Folgezeit das Spiel immer deutlicher bis hin zum Schlusspfiff. „Nach dem 1:0 war für uns nichts mehr zu machen, Hohenleipisch spielte gut, nutzte seine Stärken aus und gewann natürlich verdient“, so Wacker-Coach Tino Kandlbinder. In der Tat sah man von den Rand-Cottbusern kaum noch etwas, weil der VfB in allen Mannschaftsteilen eine ganz starke Vorstellung bot und den Ball immer besser laufen ließ. Das 2:0 – Seifert lenkte per Kopf eine Richter-Ecke ins Tor (65.) – war schon mehr als eine Vorentscheidung. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang Vetter das schönste Tor des Tages. Eine Glanzflanke von Rink nahm der VfB-Angreifer aus dreizehn Metern direkt und versenkte die Kugel zum Endstand. Hohenleipisch ließ nichts mehr anbrennen und sicherte diesmal auch die Null mit einer konzentrierten Leistung.

Mit dem sechsten Saisonsieg tankten die Hohenleipischer neues Selbstvertrauen und kehrten in die Erfolgsspur zurück, verbesserten sich auf Rang vier und gehören wieder zum direkten Verfolgerfeld.

Brieskes Michael John startet hier einen Angriff.
Brieskes Michael John startet hier einen Angriff. FOTO: Marco Kloss