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| 16:21 Uhr

Fussball
Hohenleipisch gewinnt Premierenspiel

SGG- und VfB-Kapitän im Duell: der Hohenleipischer Paul Werner (M.) und Großziethens Dominique Robrahn, der später die rote Karte sah.
SGG- und VfB-Kapitän im Duell: der Hohenleipischer Paul Werner (M.) und Großziethens Dominique Robrahn, der später die rote Karte sah. FOTO: Frank Thiemig
Fußball-Landesliga. Durch das 2:1 in Großziethen bleibt der VfB ungeschlagen und grüßt von der Landesliga-Tabellenspitze. Von Marco Kloss und Frank Thiemig

SG Großziethen - VfB Hohenleipisch 1912 1:2 (1:1) Tore: 0:1 Vetter (16.), 1:1 Jung (44.), 1:2 P. Werner (62.); Schiedsrichter: Muhme (Ahrensfelde); Zuschauer:102; VfB: Kotte, Gärtner, Vetter, Gutsche (77. T. Lehmann), Bischof, Ayata (87. Pospischil), Rink, P. Werner, Richter, Wenzel, Schüler. Rote Karte: Robrahn (SGG/47.); Gelb-Rote Karte: Gärtner (VfB/52.), Vetter (VfB/90.)

Alle anderen Landesligapartien waren abgepfiffen, als die Hohenleipischer in Großziethen ihr Premierenspiel auf dem dortigen Kunstrasen begannen. Anwohnerproteste gegen den Spielbetrieb sind der Grund der bizarren Anstoßzeit, die auf Landesebene für die Südvereine mehr als grenzwertig ist. Allen ungünstigen Umständen zum Trotz landete der VfB nach einem harten Stück Arbeit den dritten Saisonsieg beim Aufsteiger und bleibt damit ganz vorn in der Tabelle. Hohenleipisch setzte sich in einem engen und temposcharfen Match verdient durch, weil man in den entscheidenden Phasen zuschlug, punktuell auch die bessere Spielanlage hatte und in schwierigen Phasen den Kopf oben behielt.

Nach beiderseits recht hektischem Beginn übernahmen die Gäste die Kontrolle und gingen mit einem schön herausgespielten Treffer von Vetter, der eine Flanke von Paul Werner einnetzte (16.), in Front. Kurz darauf kam Wenzel einen Schritt zu spät gegen den SG-Keeper. Ein Werner-Solo auf der linken Seite war die letzte gefährliche VfB-Szene (32.) vor der Pause und nachdem es in der 41. Min. schon ein Durcheinander vor dem vom jungen Max Kotte insgesamt gut gehüteten Gäste-Kasten gab, egalisierten die Platzherren praktisch mit dem Halbzeitpfiff. Beyer hatte sich wuchtig gegen drei Hohenleipischer durchgesetzt und Jung flach abgeschlossen, womit sich die SGG für ihren über die gesamte Spielzeit andauernden Einsatz belohnte. Mit Wiederbeginn kam neben den giftigen neonfarbenen SG-Trikots noch mehr Farbe ins Spiel. Erst musste Großziethens Kapitän Robrahn wegen Nachhakens mit glatt Rot vom Platz (47.) und wenig später sah der VfB-Verteidiger Gärtner die Ampelkarte. In beiden Fällen eine überzogene Entscheidung, genau wie der Gelb-Rote Karton für Vetter am Spiel­ende. Dem nie unfairen Spiel war die beiderseitige Kartenflut nicht angemessen. Hohenleipisch gab nun wieder mehr den Ton an und nach einer guten Stunde servierte Schüler mit maßgenauer Flanke für Paul Werner zum Siegtreffer der Gäste, die sich trotz vorhandener Spielkontrolle danach das Leben selbst schwer machten, zu kompliziert und teils zu riskant gegen die allzeit bissigen Platzherren agierten und auch die sich bietenden Kontermöglichkeiten fahrlässig und ungenau zu Ende spielten. Großziethen bemühte sich um den Ausgleich, bekam aber keine echte Torchance und wartet weiter auf den ersten Heimsieg in der Landesliga.

FSV Brieske/Senftenberg – Eintracht Miersdorf/Zeuthen 6:2 (3:0). Tore: 1:0 Schulze (33.), 2:0, 5:2 und 6:2 John (35./81./90+1.), 3:0 Natusch (38.), 4:0 Becker (48.), 4:1 und 4:2 Goslinowski (49./63.), SR: Gläser, Z.: 79.

Nach gutem Beginn sah die Partie lange nicht nach einem Heimsieg aus. Beide Mannschaften versuchten sich offensiv einzubringen, kamen aber nur in wenigen Situationen in aussichtsreiche Positionen. Ein abgefälschter Schuss brachte für die Knappen die Führung, die fortan besser im Spiel waren und per Flachschuss schnell auf 2:0 erhöhten. Die Gäste waren nun kurzzeitig konsterniert und verpassten die Ordnung in der Hintermannschaft, so dass das direkte 3:0 die Folge war. Offensiv blieben die Gäste aber auch weiterhin präsent und hatten bei einem Aluminiumtreffer Pech. Mit Wiederbeginn glückte die vermeintliche Vorentscheidung mit dem vierten Treffer. Die Flanke von John brachte Becker über die Linie. Leider war die vermeintliche Entscheidung auch in den Köpfen des FSV und jeder Schritt weniger wurde bestraft. Goslinowski nutzte diesen Freiraum zum ersten Gästetreffer, die nun noch einmal Morgenluft schnupperten und weiterhin individuell gefährlich blieben. Die Partie schien mit dem 4:2 zu kippen, doch die Knappen besannen sich auf ihre Leistung und brachten die Partie über die Zeit. Mit einem Frei­stoß und einem Strafstoß sorgte John für die Treffer fünf und sechs für den FSV, der sichtlich erleichtert den Sieg feierte.

Wacker Cottbus-Ströbitz – SpVgg. BW 90 Vetschau 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Jäkel (31.), 2:0 Voigt (56.), 3:0 Schütz (83.), SR: Effenberger, Z.: 105.

Sinnbildlich für die Vetschauer Situation, schießen zwei von drei Treffern die ehemaligen Spieler der Blau-Weißen. Den Hausherren reichte in dem Spiel das Abrufen der Normalform.

1.FC Guben – TSV 1878 Schlieben 1:2 (1:0). Tore: 1:0 Piotrowski (23.), 1:1 R. Dehne (62.), 1:2 Höhne (66.), SR: Habertag, Z.: 60.

Mit einer Energieleistung und einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten durften die 1878er über den ersten Saisonsieg jubeln.

Der Briesker Maximilian Schurig (r.) behauptet sich in diesem Duell. Am Ende gingen die Knappen als deutlicher Sieger vom Platz.
Der Briesker Maximilian Schurig (r.) behauptet sich in diesem Duell. Am Ende gingen die Knappen als deutlicher Sieger vom Platz. FOTO: Marco Kloss