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| 17:27 Uhr

Fussball
Eintracht ist Lauchhammers bestes Team

Trotz des klaren Ergebnisses: Beim Lauchhammeraner Stadtderby wurde auch verbissen gekämpft.
Trotz des klaren Ergebnisses: Beim Lauchhammeraner Stadtderby wurde auch verbissen gekämpft. FOTO: Sven Bock
Lauchhammers beste Fußball-Mannschaft wird wohl auf ewig der SV Eintracht sein: Im allerletzten Stadtderby vor der Fusion beider Vereine setzten sich die Ostler am Samstag klar mit 5:0 gegen den Nachbarn FSV durch. Von Sven Bock

So gingen beide Teams ins Spiel: Das allerletzte Stadtderby in Lauchhammer war vor den 222 Zuschauern im Waldstadion für beide Mannschaften etwas besonderes. Bei den Gastgebern fehlte nur Andreas Gerike, der in der Winterpause vom Nachbarn kam und in seinen drei Spielen im FSV-Trikot bereits zwei Tore erzielte. „Mit ihm hätte es heute anders ausgesehen“, so FSV-Coach Nicolaus. Da beide Mannschaften bereits seit der WInterpause gemeinsam trainieren, gab es keine große Geheimnisse mehr untereinander.

So fielen die Tore: Nach einer abgewehrten Ecke erahnte Eintracht-Spielmacher Mike Hühne den freien Raum im Rücken der aufgerückten FSV-Abwehr. Dorthin bekam er mustergültig den Ball gepasst. Hühne zog ungestört über halblinks in den Strafraum der Hausherren und legte vor dem Tor quer, wo Mirko Vogt aus elf Metern zum 0:1 aus FSV-Sicht einschob. Das 0:2 fiel für den FSV zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt direkt nach der Pause. Eine flache Hereingabe von der rechten Seite wollte Abwehrspieler Daniel Horn mit dem langen Bein eigentlich klären. Er spitzelte die Kugel aber in der 51. Minute unglücklich ins eigene Tor. Nur drei Minuten später sorgte erneut Vogt für die Vorentscheidung: Eine Ecke von Justin Riemer konnte der Eintracht-Angreifer am Fünfmeterraum ohne Bedrängnis aus dem Lauf heraus einköpfen. Dem 0:4 ging der schönste Angriff des Spiels voraus. Mit einem doppelten Doppelpass hebelten Marco Hesse und Mike Hühne die gesamte Defensive der Gastgeber aus. Hesse steckte schließlich Hühne den Ball perfekt durch in den Lauf. Der Spielmacher hätte schon selbst frei durch vor FSV-Keeper Paul Philip Haufe abschließen können, er legte aber noch uneigennützig ab auf Vogt, der nur noch ins leere Tor treffen musste. Den Schlusspunkt setzte Marco Hesse. Von Vogt am Strafraum gut freigespielt, blieb Hesse vor Haufe cool und traf zum 5:0 aus Eintracht-Sicht.

So verlief die Partie: Beide Mannschaften zeigten vor allem in der ersten Hälfte, dass sie nicht zu Unrecht gegen den Abstieg kämpfen. Dem FSV fehlten die fußballerischen Mittel, um ein eigenes Spiel aufziehen zu können. Die Hausherren konzentrierten sich zumeist auf die Defensivarbeit. Offensiv sollten lange Bälle für Entlastung sorgen. Beim Stand von 0:0 hätte sich diese Taktik auch fast ausgezahlt, als in der 14. Minute Marcel Zirnstein bei einem weiten Befreiungsschlag der eigenen Hintermannschaft plötzlich mutterseelenallein im Rücken der Eintracht-Abwehr auftauchte. Vor dem gegnerischen Tor schloss er aber zu überhastet ab und vergab damit die große Chance zur FSV-Führung. Spielerisch riss auch die Eintracht vor der Pause keine Bäume aus. Mit dem ersten Treffer gewannen die Ostler mehr Sicherheit und der schnelle Doppelschlag nach der Halbzeit entschied dieses allerletzte Stadtderby zu Gunsten des Favoriten. Beim FSV gingen die Köpfe herunter und die Eintracht konnte das Duell ungefährdet zu Ende spielen. Die Hausherren blieben damit auch im zehnten Aufeinandertreffen in Folge sieglos und die Eintracht wohl auf ewig Lauchhammers bestes Team – sollte die Fusion halten. Bemerkenswert bleibt zudem der faire Umgang miteinander: Trotz des Derbys musste Schiedsrichter Maik Bräunig nicht eine einzige Karte zeigen.

Das sagen die Trainer:

Robert Nicolaus (FSV Lauchhammer): „Der Spielverlauf war schlecht für uns. Wenn wir in Führung gehen, wäre die Partie sicher anders gelaufen. In der Rückrunde konnten wir bislang alle Spiele bis zum Ende offen halten. Aber nach dem dritten Gegentreffer war die Anspannung raus. Insgesamt war es mehr ein Kampf- als ein Fußballspiel. Der Unterschied lag im zentralen Mittelfeld. Die Mannschaft weiß, was sie kann. Aber sie bringt es in den Spielen zu wenig rüber. Unser Ziel bleibt weiterhin, den ersten Saisonsieg feiern zu können.“

SIlvio Schenk (Eintracht Lauchhammer): „Viele hatten im Vorfeld darüber gemunkelt, aber heute war nichts abgesprochen. Es sollte für beide Mannschaften nochmal ein richtiges Derby werden. Alle waren heiß auf dieses Spiel. Leider war das Niveau aber dünn und ich war vor allem in der ersten Halbzeit enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft. Die drei Punkte waren Pflicht, aber wir kämpfen weiter gegen den Abstieg.“

Fotos und Videos zum Spiel gibt es unter www.fupa.net

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FuPa Logo 90 Minuten 2c spo FOTO: FuPa / LR