| 16:37 Uhr

Kegeln
Ein Novum in der Vereinsgeschichte

Das erfolgreiche Hohenbockaer Kegelteam mit Thomas Lindow, Clemens Potratz, Fabian Paßora, Philipp Mulka, Denny Wukasch und Martin Grafe.
Das erfolgreiche Hohenbockaer Kegelteam mit Thomas Lindow, Clemens Potratz, Fabian Paßora, Philipp Mulka, Denny Wukasch und Martin Grafe. FOTO: Bernhard Neumann
Hohenbocka. Die Hohenbockaer Grün-Gelb-Verbandsliga-Kegler bleiben erstmals in einer Saison zu Hause ungeschlagen. Von Bernhard Neumann

Mit einem Unentschieden haben in der Classic-Kegel-Verbandsliga die Männer des Hohenbockaer SV „grün-gelb“ die Saison beendet. Gegen den SV Senftenberg gab es bei einem Gesamtergebnis von 3027:3138 ein 4:4. Hohenbocka blieb damit zu Hause ungeschlagen – das gab es in der Vereinsgeschichte bis dato noch nicht.

Mit einem vollen Erfolg hätte der Gastgeber das Treppchen erreichen können. Für die Senftenberger Gäste stand der Landesmeistertitel auf dem Spiel. Wenn die gesamte Spielserie spannend und anstrengend für alle Mannschaften der Verbandsliga verlaufen war, so sollte der letzte Spieltag noch eins draufsetzen.

Zur Verwunderung der vollbesetzten Zuschauerränge begann das Hohenbockaer Team, aber auch die Senftenberger Gäste eher verhalten, mit Clemens Potratz 495/3 gegen Tony Harder (E) 482/1 und Philipp Mulka 518/3 gegen Alexander Schuppan 522/1. Der Gastgeber war im Glück und profitierte trotz der schwachen Einzelleistungen davon und kassierte die zwei Mannschaftspunkte ein.

Im zweiten Durchgang drehten die Senftenberger Gäste den Spieß um und Hohenbocka kämpfte verbissen mit Fabian Paßora 502/1 gegen Ben Ungermann 570/3 (Tagesbestleistung) sowie Martin Grafe 474 gegen Alexander Kloß 546/4 wie Don Quichote gegen die Windmühlen, jedoch vergebens.

Vor dem großen Finale hatten beide Kontrahenten zwei Mannschaftspunkte auf der Habenseite, aber für Hohenbocka war der angestrebte Erfolg mit 131 Kegel im Rückstand fast aussichtslos geworden.

Doch nervenstark ergriffen nun Denny Wukasch und Thomas Lindow den Strohhalm und es entfesselte sich ein Endkampf auf der Kegelbahn wie ihn noch keiner in Hohenbocka je erlebt hatte. Von Bahn zu Bahn steigerte sich Denny Wukasch 520/3 gegen Ingo Lieschke 511/1 und sicherte damit einen weiteren Mannschaftspunkt für die Grün-Gelben.

Kopf an Kopf verlief auch das Spiel von Thomas Lindow 518/3 gegen Jens Lehmann 507/1. Wukasch und Lindow zeigten unter viel Beifall aller Zuschauer, wer also Herr auf der Hohenbockaer Kegelbahn ist.

Am Ende rettete der Gastgeber ein sehr wertvolles Unentschieden gegen den SV Senftenberg in letzter Minute über die Ziellinie. Damit ging die spannendste und schwerste Spielserie seit zehn Jahren mit einem vierten Platz für das Hohenbockaer Team in der Verbandsliga zu Ende. Die Mannschaft ist stolz darauf, dass erstmalig zu Hause in einer Serie kein Spiel verloren ging. Das ist ein Novum. Senftenberg wurde in der Endabrechnung durch das Remis hinter Kleeblatt Berlin II Zweiter.