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| 19:45 Uhr

Fussball
Brieske triumphiert beim Tabellenführer

Nach dem 2:0 bei Wacker Ströbitz vor einer Woche konnten die Spieler vom FSV Brieske/Senftenberg auch in Erkner jubeln. Und wieder blieben die Knappen dabei ohne Gegentor. Markus Riedel erzielte den goldenen Treffer.
Nach dem 2:0 bei Wacker Ströbitz vor einer Woche konnten die Spieler vom FSV Brieske/Senftenberg auch in Erkner jubeln. Und wieder blieben die Knappen dabei ohne Gegentor. Markus Riedel erzielte den goldenen Treffer. FOTO: Marco Kloss
Landesliga. Während Senftenberg den zweiten Auswärtssieg in Folge verbucht und Vetschau nur zehn Minuten zum ersten Punktgewinn fehlen, gleicht Hohenleipisch in Fürstenwalde in allerletzter Sekunde aus. Von Marco Kloss und Lutz Jakob

FV Erkner – Brieske/Senftenberg 0:1 (0:1). Tore: 0:1 Riedel (31.), SR: Polzenhagen, Z: 52.

Den Knappen lag die Auswärtspartie vom 15. Spieltag in Erkner sehr gut. Drei verdiente und wichtige Punkte landeten auf der Habenseite der Senftenberger. Beide Mannschaften kamen gut in die Partie. War es Torjäger Röwer für Erkner, der aus zehn Metern an Ehrlich scheiterte, zwang Becker auf derGegenseite Schlausch zur Fußabwehr. Abermals Röwer, artistisch an das Außennetz, sorgte für die zweite gute, aber letzte Aktion des Tabellenführers. Die Gäste, insgesamt die aktivere Mannschaft, trafen nach einer halben Stunde nach einem Abschlag von Ehrlich. Riedel war zur Stelle. Vor der Pause blieben die Gäste am Drücker und verpassten den zweiten Treffer durch Natusch (Lupfer an die Latte) und Becker (Flachschuss nach einem Konter). Brieske blieb weiterhin gefährlich und verpasste bei vielen Chancen die Entscheidung. Letztlich genügte aber auch das eine Tor, um beim Spitzenreiter zu triumphieren und den Rückstand in der Tabelle auf nunmehr zwei Punkte zu verkürzen. Brieske rückt damit erstmal auf Rang vier vor.

BW Vetschau – SV Germania Schöneiche 0:3 (0:0). T: 0:1 Laube (80.), 0:2 Mende (85.), 0:3 Kühnel (87.), SR: Alich, Z: 35.

Viel Aufwand, wenig Ertrag. Die Hausherren schafften es über 80 Minuten, ein torloses Remis zu halten, mussten sich am Ende abermals deutlich geschlagen geben. Schöneiche reichten zehn effektive Minuten für den klaren Auswärtserfolg. Bei den Vetschauern überwiegt weiterhin das Offensivmanko. In den bisherigen elf Spielen durften die Mannen von Trainer Nicky Marx erst zweimal jubeln. Punkten konnten sie derweil noch gar nicht.

Union Fürstenwalde II – VfB Hohenleipisch 2:2 (2:0). T: 1:0 Mlynarczyk (15.), 2:0 Steinmetz (43.), 1:2 Bischof (87./Foulelfmeter), 2:2 T. Richter (90.+3), SR: Kevin Meißner, Z: 36

Der VfB Hohenleipisch hat im vorgezogenen Punktspiel vom letzten Spieltag der Hinrunde mit einem Last-Minute-Treffer den angestrebten Punktgewinn bei der starken Fürstenwalder Regionalliga-Reserve geschafft. Dabei begann der Tag nicht gerade glücklich, denn schon auf der Hinfahrt  machte ein platter Reifen am Kleinbus Sorgen. Und auch die Partie begann für die Gäste alles andere als geplant. Nach einer Viertelstunde landete ein Abwehrversuch des VfB im eigenen Netz, der Treffer wurde vom guten Schiedsrichter Meißner aber  dem erfahrenen Union Kapitän Mlynarczyk zugeschrieben.

Danach fand der VfB etwas besser ins Spiel, aber es fehlte der richtige Zug nach vorn. Und man musste hinten ständig vor den wuseligen Offensiven der Gastgeber auf der Hut sein. Kurz vor der Pause setzte sich der gebrauchte Tag fort. Einen Freistoß aus 20 Metern setzte Steinmetz über die Mauer unhaltbar für Fabio Lehmann in den Torwinkel.

Zur Halbzeit waren sich die weit gereisten VfB-Anhänger einig darüber, dass es schwer werden würde, hier noch etwas mitzunehmen. Und auch in Hälfte zwei waren die Gastgeber sofort wieder am Drücker. Doch die Hohenleipischer hielten kollektiv dagegen und vor allem Ahmet Ayata schaffte es durch seine Ballsicherheit im Mittelfeld, dass es auch nach vorn teilweise ganz ansehnlich aussah. Dann hatten die Fürstenwalder zwei Riesenmöglichkeiten zur Entscheidung, waren aber zu eigensinnig vor dem Tor und so lebte die Hoffnung weiter. 

In der letzten Viertelstunde zeigte die Pohlenz-Elf dann eine tolle Moral. Die gesamte Mannschaft arbeitete zusammen, pushte sich bei jeder gelungenen Aktion und das wurde belohnt. Nach einem Foul am wieder starken Tom Richter gab es Elfmeter, den Dominic Bischof drei Minuten vor dem Ende sicher zum Anschlusstreffer verwandelte. Der eingewechselte Benjamin Stern, mit dem nochmal frischer Wind in die Offensive der Hohenleipischer kam, war dann maßgeblich am Ausgleich beteiligt. Er setzte sich in der letzten Sekunde der dreiminütigen Nachspielzeit auf der rechten Außenbahn durch, passte flach in den Fünfmeterraum und Kapitän Paul Werner legte fein mit der Hacke auf Tom Richter ab, der frei einnetzte. Ausgleich und danach sofort der Abpfiff der Partie – die Emotionen danach konnten nicht unterschiedlicher sein. Die VfB-Spieler jubelten ausgelassen wie schon lange nicht mehr und die Fürstenwalde konnten es nicht fassen, dass sie dieses Spiel noch aus der Hand gegeben hatten. Ein Punkt für die Moral.

Jubel Brieske Senftenberg
Jubel Brieske Senftenberg FOTO: Marco Kloss