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Fußball-Landesliga
Brieske gewinnt Charaktertest in Cottbus

Der Briesker  Izzet Özcelik (l.) im Zweikampf mit Florian Oberschmidt vom VfB Cottbus.
Der Briesker Izzet Özcelik (l.) im Zweikampf mit Florian Oberschmidt vom VfB Cottbus. FOTO: Marco Kloss
4:0-Erfolg der Knappen. Der VfB Hohenleipisch setzt sich in der Fußball-Landesliga souverän in Vetschau durch. Von Marco Kloss und Frank Thiemig

Fussball-Landesliga VfB Cottbus – FSV Brieske/Senftenberg 0:4 (0:3). Tore: 0:1 Izzet Özcelik (17.), 0:2 und 0:4 Georg Hübner (39./61.), 0:3 Martin Voigtländer (44.), Schiedsrichter: Tony Matschullis (Hangelsberg), Zuschauer: 55.

Deutlich und hoch verdient gewinnt der FSV Brieske den Charaktertest beim Tabellenletzten. Die Gäste waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Der Schlendrian beim Verwerten der Chancen blieb aber zu Beginn das Problem. Nach einem Freistoß war der Bann aber gebrochen und Izzet Özcelik ließ die Gäste jubeln. In der Heimunordnung fand Stephan Heine den Angreifer, der trocken aus elf Metern verwandelte. Das Spiel plätscherte vor sich hin und die Gäste ließen das Spiel etwas schleifen, mussten aber nur selten in der Defensive zur Stelle sein. Ein deutlicher Strafstoß, nach Foul an Georg Hübner, verwandelte der Gefoulte selbst zum 0:2. Kurz vor der Pause sorgte Martin Voigtländer aus 25 Metern mit einem Traumtor schon für die Entscheidung. Die Heimelf wurde nur einmal gefährlich, als sich Florian Oberschmidt aus der Distanz versuchte. Zu Beginn des zweiten Abschnittes verwalteten die Gäste die sichere Führung und verpassten es diese auszubauen. Erst ein langer Ball auf Özcelik, der quer auf Michael John legte, brachte die Führung, da John den erneut mitgelaufenen Hübner sah und der Torjäger mit Saisontreffer Nummer 18 den Endstand markierte. Ein Pfostenschuss von Philipp Jautze und ein paar kleinere vergebene Möglichkeiten ließen das Ergebnis am Ende schmeichelhaft, gegen vollkommen überforderte VfB’er, wirken. Die Hausherren kamen zum Ende der Partie noch zu einer guten Möglichkeit von Otto, der aber knapp am Tor vorbeischoss.

SpVgg Blau-Weiß 90 Vetschau - VfB Hohenleipisch 1912 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Wenzel (70.), 0:2, 0:3 Vetter (78., 86.); Schiedsrichter: Habertag (Jethe); Zuschauer: 77;

VfB: Drangosch - Lehmann, Rink, Buchwald (85. Kriegereit), Erken - Ayata, Nitzschner, Richter, Wenzel (75. Gärtner) - P. Werner, Vetter.

SpVgg: Desens (46. Marx), Köhler, Fliegel (61. Wilzeck), Tributh, Jäckel, Gutar, Lehmann, Schütz (81. Neumann), Veith, L. Konzack, Böttcher.

Die VfB-Elf gewinnt auch ihr viertes Spiel 2018 und bringt Vetschau die siebente Pleite in Folge bei. In einer schwierigen Partie auf schlechtem Untergrund präsentierte sich Hohenleipisch zunächst etwas aktiver, spielte aber zu ungenau und leistete sich häufig Fehlabspiele. Die SpVgg kam nach einer Viertelstunde besser in die nun ausgeglichene Partie und in der in der 28. Minute lag der Ball im Tor der Blau-Weißen. Christoph Wenzel hatte ihn aus Nahdistanz über die Linie gedrückt, jedoch wurde der Treffer wegen Torwartbehinderung annulliert. Eine fragwürdige Entscheidung, allerdings war der vorausgegangene Eckball auch unberechtigt. Bis zur Pause gab es kaum weitere Torszenen und das Geschehen spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Die Gäste kamen sichtlich stärker aus der Kabine, wenngleich es immer noch das enge Spiel zwischen beiden Teams war. Die Führung für die Hohenleipischer durch Wenzel war schließlich der Türöffner, wobei etwas Glück im Spiel war. Der eingewechselte Keeper ließ die Kugel fallen und Wenzel sich nicht zweimal bitten (70.) – und diesmal zählte das Tor. In der Folge bestimmte der VfB die Partie mehr, Vetschau kam nur noch gelegentlich an das Gästetor und nach der 78.Minute gar nicht mehr. Da hatte Hohenleipisch die Vorentscheidung mit einem sauberen Angriff erzielt, die man vorher schon ein paarmal überhastet vergeben hatte. Paul Werner brachte den Ball von rechts scharf herein und Valentin Vetter vollendete (78.). Die VfB-Elf versäumte es, weiter zu erhöhen und kam dennoch zu ihrem dritten Treffer (86.). Steven Erken servierte uneigennützig den Ball vor dem Tormann quer zu Vetter, der dem Schlussmann keine Chance ließ und mit seinem zweiten Treffer den am Ende verdienten und souveränen Auswärtssieg perfekt machte.