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Spendensammler setzen auf Mitleidsmasche

Senftenberg. Mit einer neuen Betrugsmasche haben Unbekannte am Freitag versucht, in der Senftenberger Innenstadt ordentlich Kasse zu machen. Mit Listen und Sammelbüchsen ausgestattet, waren sie unberechtigt als Spendensammler unterwegs, warnt Polizeisprecher Torsten Wendt. Andrea Budich

Die Gruppe bestand laut Zeugenaussagen aus einer Frau und zwei Männern osteuropäischen Aussehens im Alter von 20 bis 25 Jahren. Mit einer Mitleidsmasche wurde versucht, Spenden zu gunsten des "Europäischen Zentrums für Taubstumme" zu ergaunern. Diese Organisation existiert laut Polizeiangaben aber überhaupt nicht. "Vielmehr sind die Betrüger bereits im gesamten Bundesgebiet mit dieser Masche in Erscheinung getreten", erklärt Torsten Wendt. Er rät dazu, sich von Spendensammlern immer den Nachweis der Genehmigungsbehörde mit der entsprechenden Sammelliste vorzeigen zu lassen. Auf Diskussionen mit Fragen zur finanziellen Situation des Spenders und gar zu konkreten Kontodaten sollte keineswegs eingegangen werden. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang, immer ein gesundes Misstrauen walten zu lassen und genau zu prüfen, wem man sein Geld überlässt.