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Spannender Blick auf Nutzpflanzen

Spannend ist auch der Kleine Klatschmohn.
Spannend ist auch der Kleine Klatschmohn. FOTO: Ute C. Bauer/Slawenburg
Raddusch. Die Sonderausstellung "Neu ist nur das Wort – Globalisierungen bei Nutzpflanzen von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit" in der Slawenburg Raddusch ist so gut besucht, dass sie bis Mitte Oktober verlängert wird. Das teilt Anja Bodschwinna vom Museum mit. Kathleen Weser

Seit Mai haben die Exposition bereits mehr als 25 000 Besucher gesehen.

Die Sonderausstellung zeigt Herkunft und die hinterlassenen Spuren der Verbreitung der heutigen Nutzpflanzen. Aber auch längst vergessene und erst langsam wieder ins Bewusstsein rückende Kräuter, Getreide und Obstsorten werden dargestellt. Auch außergewöhnliche Fotos, aufgenommen aus nicht alltäglichen Blickwinkeln auf bekannte und weniger bekannte Feldfrüchte, Obstsorten, Gemüse und Kräuter, sind überraschend und spannend. Archäologische Originalfunde alter Nutzpflanzen sowie Nachweise gezüchteter Haustiere zeigen ein breit gefächertes Bild der Landwirtschaft von den ersten Bauern in der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit.

Gestaltet wurde die Sonderausstellung vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum. Federführend waren die Naturwissenschaftlerinnen des Landesamtes Dr. Susanne Jahns und Dr. Susanne Hanik.

Am 14. Oktober findet eine Finissage der Ausstellung mit Sonderführungen statt. An diesem Tag erwarten die Besucher auf dem traditionellen "Marktplatz Lausitzer Kulturen" in der Slawenburg auch archäotechnische Vorführungen wie Bronzegüsse, mittelalterlicher Instrumentenbau und das Herstellen von Feuersteinwerkzeugen, kündigt Bodschwinna an.

Slawenburg Raddusch - Archäologie in der Niederlausitz im Ortsteil Raddusch der Stadt Vetschau täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr Telefon 035433 55522 www.slawenburg-raddusch.de