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„Sonne“ soll im Herbst fertig erschlossen sein

Großräschen.. Noch im August wird die Schluss-Etappe bei der Erschließung des Lausitz-Industrieparks Sonne eingeläutet.

Denn dann bauen Tiefbauer den vierarmigen Anschlußknoten für das etwa 90 Hektar große Areal an der Bundesstraße B 96, wie Großräschens Bürgermeister Thomas Zenker informierte. Für Anfang Oktober rechnet er mit dem Eingang der Schluss-Rechnung. Insgesamt wird die Erschließung 6,5 Millionen Euro kosten, von denen das Land 80 Prozent trägt. Die Stadt ist mit einem Eigenanteil von rund 948 000 Euro beteiligt, der in einem Erschließungsvertrag zwischen Lausitzer und Mitteldeutscher Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) und der Stadt abgeschlossen wurde. Die Stadt hielt diese Investition für dringend notwendig, weil allein bis jetzt schon 400 Menschen in dem Industriegebiet Arbeit gefunden haben.

Genug Platz zum Ansiedeln
Arbeitgeber sind unter anderem ein Pumpen- und Stahldienstleister, die Niederlausitzer Sanierungsgesellschaft und die Straßenbaufirma Matthäi, die ihre Verwaltung in der ehemaligen Kita untergebracht hat. Demnächst ansiedeln werde sich vermutlich auch der Abfallentsorgungsverband (AEV) „Schwarze Elster“ . Im Süden des Gebietes könne die Stadt noch ausreichend Ansiedlungsfläche zur Verfügung stellen, sagt Zenker, der stolz anmerkt: „Wir haben Bodenvorratspolitik betrieben.“

Viel Grünfläche
Für den Bau eines 20-KV-Leitungsnetzes durch die envia habe die Landesinvestitionsbank jetzt ebenfalls grünes Licht gegeben, so der Bürgermeister weiter.
Zenker bittet Autofahrer auf der B 96 schon jetzt um Ver ständnis: „Es wird sicher zu Einschränkung auf der Bundesstraße kommen, der Verkehr vielleicht sogar vorübergehend einspurig fließen müssen.“
Der Stadt Großräschen gehören 20 der 90 Hektar. 10 Hektar seien zu vermarkten, so Zenker. Von den 70 Hektar der LMBV-Fläche seien dies rund 40 Hektar. Den Rest des Areals werden Grünflächen bedecken, so auch den ehemaligen Grabenbunker. (dpr)