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| 15:46 Uhr

Sonderausstellung
Eine Urlaubsreise in die DDR-Zeit

Mareike Linnemeier ist Kuratorin der Ausstellung „Urlaub in der DDR“. Am Sonntag, 25. November, gibt es mit ihr eine exklusive Führung durch die Schau im Senftenberger Schloss.
Mareike Linnemeier ist Kuratorin der Ausstellung „Urlaub in der DDR“. Am Sonntag, 25. November, gibt es mit ihr eine exklusive Führung durch die Schau im Senftenberger Schloss. FOTO: Museum Senftenberg
Senftenberg. Die Sonderausstellung im Museum Senftenberg geht in ihre zweite Runde. Zu einer exklusiven Führung wird für Sonntag eingeladen.

 Die Ausstellung „Urlaub in der DDR“ startet an diesem Wochenende in die zweite Runde. Von Samstag, 24. November, bis zum 3. März 2019 wird sie im großen Schlosssaal des Senftenberger Kreismuseums zu sehen sein.

„Zwischen Campingplatz und Jugendtourist, FKK und Ferienlager spannt das Museum den Bogen von offiziellen Reiseplänen zu privaten Urlaubsmomenten und regt zum Erinnern und Diskutieren an“, so Jenny Linke vom Museum Schloss und Festung Senftenberg. Zum Auftakt lädt Kuratorin Mareike Linnemeier für Sonntag, 25. November, 11 Uhr, zu einer exklusiven Ausstellungsführung ein. „Würden Sie mit vollkommen Fremden eine Schiffskabine teilen wollen oder sich für den Urlaubsplatz noch ein Kind ,zulegen’? Ich habe während der Recherche zur Ausstellung viele DDR-Urlaubsgeschichten hören dürfen, die heute unglaublich klingen“, so Mareike Linnemeier. „Ein paar davon werden in der Führung auftauchen, aber ich bin auch gespannt auf die persönlichen Erinnerungen der Gäste.“

Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung des Reisens und der Tourismusplanung in der DDR seit den 50er-Jahren. Dabei geht sie neben dem staatlich organisierten Urlaub auch auf individuellere Reiseformen ein, unter denen das Camping einen besonderen Platz einnimmt. Dem staatlich geförderten Anspruch auf Urlaub stand immer wieder die Realität der Mangelwirtschaft und enger Grenzen gegenüber. Bei der Wahl des Reiseziels war häufig Pragmatismus an der Tagesordnung, wenn man überhaupt verreisen wollte.

Weit über einhundert Exponate von Reisekatalogen bis zum Familienzelt dokumentieren in der Ausstellung die Besonderheiten und die Entwicklung des DDR-Urlaubs im Kontext von Politik und Gesellschaft.

Für Kitagruppen und Schulklassen bietet das Museum eigene pä­dagogische Programme an. Jüngere Kinder begeben sich auf eine Reise ins Ferienlager, bei der auch typische Ferienlagerspiele nicht fehlen dürfen.

Welchen Einfluss der Staat auf die Urlaubsgestaltung hatte und warum Tourismus in der DDR Teil der Sozialpolitik war, damit setzen sich Jugendliche ab 14 Jahren im Begleitprogramm „Urlaub mit dem Staat“ auseinander. „Wir wollen, dass die Kinder ein Gefühl für die Besonderheiten des Reisens in der DDR bekommen und sich kritisch mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zur heutigen Urlaubswelt auseinandersetzen“, so Kuratorin Linnemeier.

 Zu den Angeboten und Terminen
informiert das Museum unter
Telefon 03573 2628 oder unter museum-senftenberg@museum-osl.de.

Auch mit Trabant und Wohnwagen ging's zu DDR-Zeiten in den Urlaub.
Auch mit Trabant und Wohnwagen ging's zu DDR-Zeiten in den Urlaub. FOTO: Privat / Museum OSL
Mareike Linnemeier ist Kuratorin der Ausstellung „Urlaub in der DDR“. Am Sonntag, 25. November, gibt es mit ihr eine exklusive Führung durch die Schau im Senftenberger Schloss.
Mareike Linnemeier ist Kuratorin der Ausstellung „Urlaub in der DDR“. Am Sonntag, 25. November, gibt es mit ihr eine exklusive Führung durch die Schau im Senftenberger Schloss. FOTO: Museum Senftenberg
Auch mit Trabant und Wohnwagen ging's zu DDR-Zeiten in den Urlaub.
Auch mit Trabant und Wohnwagen ging's zu DDR-Zeiten in den Urlaub. FOTO: Privat / Museum OSL