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Kleines Jubiläum
Singeknaben im Mittagskonzert

Das Konzert der jungen Sänger in der Klettwitzer Kirche ist ein besonderes Erlebnis.
Das Konzert der jungen Sänger in der Klettwitzer Kirche ist ein besonderes Erlebnis. FOTO: Martin Konzag
Klettwitz / Sallgast. Ein anfängliches Kuriosum feiert nun schon ein kleines Jubiläum: Zum 5. Mal erwartet die örtliche Kirchengemeinde den Staats- und Domchor Berlin in Klettwitz. kw/gb

Im September wird der renommierte Chor erneut eine musikalische Mittagspause einlegen und in der Kirche auftreten. Das kündigt Martin Konzag an. Im Rückblick auf frühere Konzerte weiß er, dass der hochkarätige Chor auch Gäste aus dem Elbe-Elster-Kreis bis hin in die Finsterwalder Region anlockte. Über diesen Zuspruch würden sich die Klettwitzer natürlich auch in diesem Jahr wieder freuen.

Anfang September reist der Chor von einem Probenwochenende im tschechischen Kloster Osek zurück nach Berlin und rastet unterwegs in Klettwitz. Mitglieder der Kirchengemeinde und weitere Helfer bereiten dann ein Mittagessen vor, für das der Knaben- und Männerchor mit einem Auftritt dankt. "Einerseits ein kurioser Zufall, der den Lenkpausen des Busfahrers folgt", erklärt Pfarrer Christian Raschke, "zugleich aber auch ein schöner Kontakt mit einer der wichtigsten Berliner Kulturinstitutionen". Stets füllt sich dazu die Kirche.

Die Ursprünge des Staats- und Domchors Berlin gehen auf das Jahr 1465 zurück, als der damalige Kurfürst von Brandenburg, Friedrich II., fünf "Singeknaben” für seine Hofkirche einstellte. "Heute singen etwa 250 Knaben und junge Männer im Alter von fünf bis 25 Jahren in den verschiedenen Chören", erklärt Martin Konzag. Die versierten Sänger treten gemeinsam mit berühmten Ensembles wie den Berliner Philharmonikern in den großen Konzertsälen der Stadt, beim Sommerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue und auch bei Gottesdiensten im Berliner Dom auf.

Konzert des Staats- und Domchores Berlin in der Klettwitzer Kirche Sonntag, 3. September, 14 Uhr