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| 19:35 Uhr

Silbermannorgel
Ein Fest für und mit einer Orgel

Pfarrer Thomas Brilla (r.) und Organist Albrecht Koch an der Stele, die aus Anlass der 300. Wiederkehr der Weihe von Silbermann-Orgeln in den entsprechenden Kirchen aufgestellt wird, jetzt zurzeit in Großkmehlen.
Pfarrer Thomas Brilla (r.) und Organist Albrecht Koch an der Stele, die aus Anlass der 300. Wiederkehr der Weihe von Silbermann-Orgeln in den entsprechenden Kirchen aufgestellt wird, jetzt zurzeit in Großkmehlen. FOTO: Kupfer Renate / Rudolf Kupfer
Großkmehlen. Eine Woche lang hat in Großkmehlen das von Silbermann geschaffene Instrument im Mittelpunkt gestanden. Von Rudolf Kupfer

Zu den prominenten Gästen, die die Kirchgemeinde in Großkmehlen zur heute zu ende gehenden Festwoche anlässlich der 300. Wiederkehr der Weihe der von Gottfried Silbermann erbauten Orgel eingeladen hatte, gehörte Albrecht Koch. Der 42-jährige ist Präsident der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft und Domorganist in Freiberg. Er war das erste Mal in Großkmehlen und begeistert von dem, was er hier erlebt und gesehen hat. Dazu zählen die gut erhaltene Dorfkirche mit ihrem Schnitzaltar und auch, dass sich bei den „silbernen“ Klängen weit über 100 Fledermäuse oben im Kirchturm offenbar sehr wohl fühlen.

Fasziniert hat ihn das gesamte inzwischen gelungen sanierte bauliche Ensemble, das mit Wasserschloss, Gutshof, Park, Pfarrhaus und der Kirche mit der berühmten Orgel eine beeindruckende Einheit bildet.

Zu einem Höhepunkt gestaltete sich sein Festkonzert. Das durchaus verwöhnte Publikum war begeistert von dem, was der Künstler an klanglicher Fülle und Vielfalt auf der Silbermannorgel darbot. Orgelexperte Albrecht Koch sieht im Vergleich zu den anderen von Silbermann erbauten und erhaltenen Instrumenten noch Möglichkeiten, klangliche Reserven zu erschließen. Das wird er mit dem Präsidiumsmitglied der Gesellschaft, Orgelbauer Christian Rühle aus Moritzburg, besprechen. Rühle trägt seit Jahren Verantwortung für die ständige Betreuung des Instrumentes in Großkmehlen.

Pfarrer Thomas Brilla freut sich, dass das Orgeljubiläum so ein Erfolg wurde. Auch die Zusammenarbeit mit der Gottfried-Silbermann Gesellschaft in Freiberg wird dadurch weitere Impulse bekommen, so seine Hoffnung.