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| 02:44 Uhr

Sieben Leben reichen nicht

FOTO: M. Behnke (DC)
Kommentar. Das Problem der herrenlosen Katzen, die sich unkontrolliert vermehren, betrifft nicht nur Senftenberg. Seit Jahren steigt die Zahl verwilderter Straßenkatzen in deutschen Städten. Andrea Budich

Insgesamt, schätzt der Tierschutzbund, leben etwa zwei Millionen Katzen in Industriebrachen, Wäldern und auf Bauernhöfen. Beim Kampf um das Überleben brauchen die Tiere mehr als ihre sprichwörtlichen sieben Leben: Eine streunende Katze wird nur zwei Jahre alt. Dank des Einsatzes der Senftenberger Tierschützer leben die Streuner länger. Was fehlt, ist die Wertschätzung für die aufopferungsvolle Arbeit der Vereinsmitglieder. Als erste Anlaufstelle für schnelle, unkomplizierte Hilfe wird der Tierhilfe-Verein in den Amtsstuben gern weiterempfohlen - mit Anschrift und Telefonnummer. Nennenswerte kommunale Zuschüsse erhält er aber nirgendwo aus seinem Wirkungsgebiet. Ohne Spenden und Paten wäre er handlungsunfähig und könnte keine einzige Kastration bezahlen. So bekommen wir die Katzenplage definitiv nicht in den Griff.