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| 17:32 Uhr

Seniorenwohnanlage mit Ostsee-Charme in Großräschen

Großräschens Wohngebiet "Alma" aus der Vogelperspektive. Die Grundstücke in unmittelbarer Seenähe sind bei Bauherren bis aus Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg sehr begehrt. 43 Parzellen sind bereits verkauft. 28 Häuser sind im Bau oder schon fertig. Weil die Nachfrage boomt, beginnt demnächst die Planung für den dritten Bauabschnitt.
Großräschens Wohngebiet "Alma" aus der Vogelperspektive. Die Grundstücke in unmittelbarer Seenähe sind bei Bauherren bis aus Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg sehr begehrt. 43 Parzellen sind bereits verkauft. 28 Häuser sind im Bau oder schon fertig. Weil die Nachfrage boomt, beginnt demnächst die Planung für den dritten Bauabschnitt. FOTO: Peter Radke/LMBV
Großräschen. In der weißen Hafenstadt am Großräschener See werden in der Saison 2016 die Segel gesetzt, obwohl das Hafenbecken noch auf dem Trockenen liegt. Baustart für den Wohnpark "Hafenkante" ist der 1. März. Das Wohngebiet "Alma" vis a vis bekommt Zuwachs mit einer Seniorenwohnanlage. Andrea Budich

Vom Stapel gelaufen ist die Idee bei der letzten Stadtverordnetenversammlung des Vorjahres. Mit vollen Segeln unterstützen Großräschens Abgeordnete das Vorhaben einer altengerechten Wohnanlage im Wohngebiet "Alma". Ein passendes Alma-Grundstück war daher schon Anfang 2015 öffentlich ausgeschrieben worden.

Mit dem Rückenwind des Parlaments steht Investor Cajus Richter für das Projekt mit "Ostsee-Charakter" in den Startlöchern. Die Entwurfsplanung liegt vor, der Bauantrag kann gestellt werden.

Zumal Cajus Richter von der nawes GmbH mit Sitz in Hamburg in der Großräschener Hafenstadt in doppeltem Sinne vor Anker gehen will. Für den Wohnpark "Hafenkante" oberhalb der Seesporthalle und des Hafens in Amphitheaterform hat er sämtliche Genehmigungen für den Bau von fünf weißen Wohnvillen in der Tasche. Der Bau startet am 1. März. Die ersten der insgesamt 31 Wohnungen sind bereits verkauft, die Nachfrage ist groß.

Anker Nr. 2 werfen will der Hamburger Investor im Wohngebiet "Alma" auf der Seite des Seehotels. Für die Seniorenwohnanlage "Almaeck" soll schon am 1. Juli Baubeginn sein.

Entstehen soll ein Gebäudekomplex mit Tagespflege (20 Plätze), Wohngruppen für Demenzkranke und 32 Wohnungen fürs Betreute Wohnen. Mit 57 Quadratmetern werden auch größere 2-Raum-Wohnungen für Ehepaare gebaut. Alle Balkone sind nach Süden ausgerichtet und haben einen einzigartigen Seeblick. Die Fassaden sind weiß wie an der Ostsee mit viel Glas. Die Mieter des Betreuten Wohnens können kleine Gärten bewirtschaften. "Genau diese Aussicht auf eine eigene kleine grüne Oase vor der Haustür am See lockt uns an", bestätigt das Großräschener Ehepaar Lehnig. Die Rentner würden dafür ihr Eigenheim aufgeben und in die Seniorenwohnanlage umziehen. "Unser Grundstück ist 1500 Quadratmeter groß. Das schaffen wir mit 80 Jahren nicht mehr", erklärt das Paar. Der Abschied falle schwer, werde aber mit dem speziellen Wohnpark für Ältere spürbar erleichtert.

Erste Möbelwagen könnten laut Investor im Herbst des nächsten Jahres das "Almaeck" ansteuern. Am 1. Oktober 2017 soll der Betrieb der Seniorenwohnanlage in Hafennähe starten. Einen Betreiber hat Cajus Richter indes schon gefunden. Es ist die M.E.D. Gesellschaft für Altenpflege aus Cottbus. Noch in diesem Jahr eröffnet sie in Calau eine Seniorenresidenz. In der Seniorenwohnanlage "Almaeck" werden sechs Arbeitsplätze geschaffen.

Dass das altersgerechte Wohnen in Seelage für Großräschens Rentner bezahlbar bleibt, hat für Wolfgang Roick aus der SPD-Fraktion Priorität. Investor Cajus Richter nennt vergleichbare Kaltmieten des Betreibers in Höhe von 8,50 Euro. Thomas Adam von der Grünen Liga bekräftigte vor dem einstimmigen Grundsatzbeschluss den Wunsch, auch Klinker als Schmuckelement in die weißen Ostsee-Fassaden der Wohnanlage einzubeziehen. "Mit Blick auf die Großräschener Geschichte sollten wir auf diese typisch regionalen Auflockerungen nicht verzichten", betont Adam.