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| 17:15 Uhr

Verkehrsschulung für Senioren
Training für stressfreies Fahren im Linienbus

Richtig Ein- und Aussteigen mit Rollator und Co. in den Linienbus ist leichter, als mancher denkt. Das hat das Training in Vetschau gezeigt.
Richtig Ein- und Aussteigen mit Rollator und Co. in den Linienbus ist leichter, als mancher denkt. Das hat das Training in Vetschau gezeigt. FOTO: Landkreis OSL
Senftenberg. Menschen mit eingeschränkter Mobilität im Landkreis Oberspreewald-Lausitz geschult. Das Programm kommt an.

Busfahren, auch mit Mobilitätseinschränkungen, ist einfacher als gedacht. Um dies zu beweisen und Ängste bei den Bürgern abzubauen, hat der Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Kooperation mit der Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz (VG OSL) und dem Dienstleister für den Busverkehr, der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG), Mobilitätstrainings veranstaltet. Der erste der drei Kurse in Vetschau/Spreewald hatte schon für Begeisterung gesorgt. Auch die Stationen Lauchhammer und Großräschen sind Erfolge gewesen, sagt Kreissprecherin Sarah Werner.

Begeistert vom Training zeigte sich Monika Urban, die Seniorenbeiratsvorsitzende der Stadt Calau. „Ich konnte nicht nur einiges an neuen Informationen für mich mitnehmen. Da ist viel, das ich anschließend gern an die Senioren in Calau weitergeben möchte“, gibt die Kreissprecherin wieder. Gleichzeitig seien auch Fragen zum Thema Busverkehr beantwortet und Hinweise und Vorschläge an die Betreiber weitergereicht worden.

Landrat Siegurd Heinze (parteilos) erklärt: „Ziel der von uns angebotenen Trainings ist es, Hemmnisse und Unsicherheiten im Hinblick auf die Nutzung des Verkehrsmittels Bus abzubauen. Die Trainings bieten eine gute Gelegenheit, alle wichtigen Fragen zu stellen und sich einmal in Ruhe unter fachlicher Anleitung auszuprobieren.“ Sollten Bürger - auch später – auf ein Hilfsmittel für mehr Mobilität angewiesen sein, so sei man vorbereiteter und sicherer im Umgang damit. „Ich kann nur alle Bürger ermutigen, von solchen Trainings Gebrauch zu machen“, lautete das Fazit nach dem Auftakt. In Lauchhammer und Großräschen ist das fortgesetzt worden.

Vor Ort erwartete die Teilnehmenden zunächst ein Theorieteil, in dem die wichtigsten Fragen rund um die Nutzung des Verkehrsmittels Bus beantwortet wurden. René Kämpfer, Mobilitätsberater bei der IGES Institut GmbH Berlin, erklärte dabei unter anderem, woher Fahrgäste die wichtigsten Informationen zu ihrer geplanten Fahrt erhalten, an welchen Stellen und durch welche Möglichkeiten Fahrscheine erworben werden können und zeigte, wie ein Fahrplan richtig gelesen wird.

 Im Anschluss wurde an einem eigens zu diesem Zweck zur Verfügung gestellten Bus gezeigt, wie die Busfahrt auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen problemlos zu bewältigen ist. Mobilitätsberater Tobias Schäfer führte vor, wie der Ein- und Ausstieg  mit Hilfsmitteln wie beispielsweise Rollator, Rollstuhl, Gehhilfe oder Kinderwagen gelingt und zeigte,  wie diese im Bus ordnungsgemäß und sicher zu verstauen sind. Zudem erklärt er das richtige Verhalten am und im Bus.

 Interessierte, die terminlich verhindert waren, können alle Informationen aus der Präsentation aus dem theoretischen Teil auf der Internetseite der Kreisverwaltung, www.osl-online.de, unter dem Menüpunkt „Senioren“ einsehen. Parallel zu den insgesamt sechs Trainings, jeweils drei im Landkreis Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz, wird ein Film mit allen wichtigen Informationen angefertigt, der im Oktober im Rahmen der Woche der Gesundheit und Pflege im Landkreis erstmals aufgeführt werden soll. Dieser wird anschließend ebenfalls online gestellt.

 „Die Idee zu den Mobilitätstrainings entstand im Rahmen des bundesweiten Projektes „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“, an dem die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz als gemeinsame Modellregion teilnehmen“, erklärt Sarah Werner.

Davon hat sich auch Monika Urban, Seniorenbeiratsvorsitzende der Stadt Calau, beim Mobilitätstraining überzeugt.
Davon hat sich auch Monika Urban, Seniorenbeiratsvorsitzende der Stadt Calau, beim Mobilitätstraining überzeugt. FOTO: Landkreis OSL
(jag)