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| 15:18 Uhr

Großzügige Spende für soziale Einrichtung
Senftenberger Tafel versorgt 450 Erwachsene und Kinder

 Viele Menschen sind auf das Angebot von Tafeln angewiesen - auch in der Lausitz.
Viele Menschen sind auf das Angebot von Tafeln angewiesen - auch in der Lausitz. FOTO: dpa / Andreas Arnold
Senftenberg. Für ein Kühlfahrzeug haben die Wohnungsgesellschaft und die Stadt jetzt eine großzügige Spende überreicht.

Für ein Kühlfahrzeug der Senftenberger Tafel haben die Stadt Senftenberg und die Kommunale Wohnungsgesellschaft Senftenberg (KWG) 5000 Euro gespendet. Darüber informiert KWG-Sprecher Ralf Weide am Mittwoch.

Carola Lademann, Bereichsleiterin des Arbeitslosenverbandes, freut sich über die Hilfe: „Die Tafel Senftenberg ist von den Räumlichkeiten her eine kleinere Lebensmitteltafel, aber alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten dort täglich eine soziale Hilfe für Menschen, die auf diese Hilfe angewiesen sind. Unser Angebot wird regional auch von Rentnerinnen und Rentnern genutzt, welche auf diese soziale Unterstützung mit Lebensmittelspenden angewiesen sind, weil viele jeden Euro ihrer geringen Altersrente zweimal umdrehen müssen“, teilt sie mit.

Die Senftenberger Tafel-Mitarbeiter sind täglich mit zwei Kühlfahrzeugen unterwegs, um die Lebensmittel direkt von den Spendern abzuholen. In der Tafel in Senftenberg werden sie zunächst sortiert und dann für die jeweiligen Ausgabenstellen vorbereitet. Die Tafel benötigt innerhalb ihrer täglichen Tourenplanung beide Kühlfahrzeuge, um die Lebensmittelspenden abzuholen und die Kühlkette nicht zu unterbrechen, erläutert KWG-Sprecher Ralf Weide. Ein Fahrzeug sei zwar vor zwei Jahren nach einer Leasingzeit mit Hilfe von Spenden abgelöst worden. Für das zweite Fahrzeug werden allerdings noch monatlich Leasingraten gezahlt. Geplant ist nun, auch dieses Fahrzeug nach der Leasingzeit abzulösen, um Kosten zu sparen, teilt Ralf Weide weiter mit. Diesen Wunsch haben jetzt die Stadt Senftenberg und die Wohnungsgesellschaft aufgegriffen. Bei einem Besuch in der Tafel übergaben Bürgermeister Andreas Fredrich  (SPD) und KWG-Geschäftsführer Roland Osiander den Sependen-Scheck.

Der Arbeitslosenverband Deutschland, Landesverband Brandenburg, betreibt seit dem Jahr 2010 die Tafel in der Senftenberger Krankenhausstraße 15a. Die Tafel versorgt Bedürftige in Senftenberg und durch mobile Tafelausgaben in Ortrand, Ruhland, Klettwitz und Schwarzheide mit Lebensmittelspenden. Berechtigt zum Besuch der Lebensmittelausgabe der Tafel sind alle Personen, die Sozialleistungen (Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Grundsicherung) erhalten.

Wie stark das Angebot nachgefragt wird, zeigt ein Blick in die Statistik: Im Jahr 2018 versorgte die Tafel Senftenberg monatlich durchschnittlich 450 Personen, darunter 160 Kinder unter 14 Jahren sowie durchschnittlich 55 Rentner.

Eine Tafel gib es auch in der Stadt Großäschen. Dort wird mit einem Transporter die Versorgung von etwa 750 Personen in drei festen und vier mobilen Ausgabestellen zwischen Vetschau und Schipkau sichergestellt. Dreimal die Woche öffnen sich in Großräschen die Türen. Freitags kommen dann mehr als 100 Menschen vorbei, um sich Lebensmittel für das Wochenende abzuholen.

(jag)