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| 12:31 Uhr

Senftenberger Ratsrunde entscheidet
Straßennamen-Chaos wird beendet

Senftenberg. Doppelungen und Mehrfachbenennungen in Senftenberg sollen beseitigt werden.

Straßennamen, die es doppelt bis vierfach in Senftenberg gibt, sollen abgeschafft werden. Mit großer Mehrheit hat die Ratsrunde dafür jetzt grünes Licht gegeben. Trotz hitziger Diskussionen vor der Abstimmung ist der Beschluss  bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen gefasst worden. Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) ist nun damit beauftragt, die Beseitigung von Namensdoppelungen und Mehrfachbenennungen einzuleiten. Mit Ausnahme der Straßen in Hosena und Peickwitz. Beide Ortsteile haben eine andere Postleitzahl als Senftenberg. „Betroffen sind 24 Straßennamen, die in den Ortsteilen Brieske, Großkoschen mit dem Gemeindeteil Kleinkoschen, Niemtsch, Sedlitz und dem Stadtgebiet mindestens doppelt vorhanden sind“, erläutert Hauptamtsleiterin Beata Jenchen. Die Schulstraße gibt es sogar vierfach, die Straße der Jugend, die Senftenberger Straße und die Ringstraße dreifach. Seinen Ursprung hatte das Senftenberger Namenschaos mit den Eingemeindungen von Sedlitz im Jahr 1997 und weiteren Orten im Jahr 2002 genommen. Seitdem gibt es immer wieder Beschwerden von Lieferanten und Adressaten, von Post- und Paketzustellern. Mit der zunehmenden Digitalisierung verschärfen sich die Probleme, sagt Jenchen. Schwierigkeiten gebe es nicht nur bei Navigationsgeräten, sondern auch bei bestimmten Online-Formularen.

Vor dem Voting der Stadtverordneten kochten die Emotionen noch einmal hoch, als Roxana Trasper aus Brieske ihren Unmut äußerte. Der Vorschlag der Verwaltung, die Straße der Jugend in Brieske in Von-Mayenburg-Straße umzubenennen, sei von etwa 80 Familien in der Straße einstimmig abgelehnt worden. Die Stadt habe doch ganz andere Probleme.

Fredrich betonte, dass es sich noch um Vorschläge handelt. Erst nach dem  Beschluss beginne die Bürgerbeteiligung. Marcel Petermann von der Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK) in Senftenberg begrüßt den Beschluss. Die Kammer hatte sich seit Jahren für ein Ende der doppelten Straßennamen ausgesprochen.

(jag)