(ab) Die Betroffenen haben Anrufe im Namen der Firma N.S.B. Chamma GmbH erhalten. Die Firma führt angeblich eine Umfrage durch. Für ihre Teilnahme an der Umfrage wird den Verbrauchern ein Geschenk versprochen. Wenn dann aber der Firmenvertreter an der Haustür erscheint, überreicht er kein Geschenk, sondern verwickelt den Betroffenen in ein Verkaufsgespräch, zum Beispiel zu Matratzen, Betten, Lattenrosten und Staubsaugern. Eine Brandenburgerin unterschrieb in einem Fall schließlich einen Kaufvertrag über 15 000 Euro.

„Ist der Überweisungsträger einmal unterschrieben und herausgegeben, gibt es im Gegensatz zum Einzugsverfahren keine einfache Möglichkeit mehr, sich sein Geld zurückzuholen“, warnt Stefanie Kahnert, Verbraucherrechtsexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Von unerwünschten Vertragsabschlüssen an der Haustür oder in der Wohnung können sich Verbraucher zwar prinzipiell mit dem Widerrufsrecht wieder lösen. Allerdings ist es gerade bei unseriösen Anbietern schwierig, seine Rechte durchzusetzen. „Wir raten Verbrauchern, sich an der Haustür nicht einschüchtern zu lassen und den ungewollten Vertrag oder vorausgefüllten Überweisungsträger nicht zu unterzeichnen.“

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