Parkgebühren am Senftenberger See werden ab dem Jahr 2020 von März bis November fällig – und damit zwei Monate länger als bisher. Darauf haben sich Senftenbergs Stadtverordnete mehrheitlich geeinigt. Den Antrag hatte der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg gestellt. Als Baulastträger bewirtschaftet der Verband im Rahmen seiner Verkehrssicherheitspflichten die Parkplätze und ist auf die Einnahmen aus den Parkscheinautomaten angewiesen. Denn die Pflege der Parkplätze, die in den letzten Jahren immer öfter auch vor und nach der Saison genutzt werden, kostet immer mehr Geld.

Mit den seit Jahren steigenden Besucher- und Gästezahlen gehen laut Verwaltung erhöhte Aufwendungen für Betriebsstoffe, für die Entsorgung sowie für laufende Reparatur-, Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten einher. Um diese steigenden Kosten „zumindest teilweise kompensieren zu können“ sei ein verlängerter Zeitraum für die Erhebung der Parkgebühren erforderlich. Die Höhe der Parkgebühren ändert sich aber nicht: bis eine Stunde: ein Euro, bis zwei Stunden: drei Euro und ab zwei Stunden: fünf Euro.

Neu: 24-Stunden-Pauschale für Wohnmobile und Caravans

Mehr Einnahmen nimmt der Verband auch durch eine weitere Änderung ein. So werden künftig für Wohnmobile und Caravans, die einen Parkplatz 24 Stunden lang nutzten wollen, zehn Euro fällig. Die bisherige Staffelung soll jedoch auch weiterhin bestehen bleiben für Badegäste, die nicht übernachten wollen.

Der Zweckverband habe insbesondere in der vergangenen Saison festgestellt, dass die Parkplätze am Senftenberger See zunehmend für ein „wildes Campen“ genutzt werden. Wohnmobile stünden teilweise quer über zwei bis drei Pkw-Stellflächen. Um den Bedarf an mehr Wohnmobilstellflächen Rechnung zu tragen, sollen nun rings um den See entsprechende Parkplätze hergerichtet und ausgewiesen werden.

Die Parkgebühren am Senftenberger gelten an den Parkflächen Buchwalder Straße, Buchwalder Straße/B 96, Südsee Peickwitz, Südsee Niemtsch, Niemtscher Mühle, Seestraße Niemtsch. Nach dem Straßenverkehrsrecht kann nur die Kommune, also die Stadtverordnetenversammlung, eine Gebührenordnung aufstellen und ändern.