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| 16:12 Uhr

Erfreuliche Bilanz ohne tödlich Verunglückte
Hitzeschlacht endet jetzt für die Senftenberger Wasserwacht

Typisch Sommer 2018: Am Großkoschener Strand herrscht Hochbetrieb. Für die ehrenamtlichen Wasserwächter bedeutet das viel Arbeit.
Typisch Sommer 2018: Am Großkoschener Strand herrscht Hochbetrieb. Für die ehrenamtlichen Wasserwächter bedeutet das viel Arbeit. FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. Viel Arbeit, aber keine tödlichen Unglücke: Die Rettungsschwimmer ziehen positive Bilanz. Von Jan Augustin

Den Rekordsommer 2018 werden die Wasserwächter vom Senftenbegrer See lange Zeit in Erinnerung behalten. Tagtäglich waren die Rettungsschwimmer für die Sicherheit am Senftenberger See im Einsatz - oft bei Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke. Nach dem die Tage nun wieder kürzer und auch kühler werden, resümiert Jörn-Torsten Kusch, Leiter der DRK-Wasserwacht Senftenberg: „Heiß und lang, aber insgesamt eine sehr ruhige Saison“. Dass es in diesem Jahr – entgegen den bundesweit steigenden Zahlen – bisher keinen Todesfall am Senftenberger See gibt, freut ihn besonders. Jörn-Torsten Kusch führt das unter anderem auf den in den Monaten Juli und August täglichen Einsatz der Rettungsschwimmer und ihre präventiv wirksame Tätigkeit zurück.

Insgesamt waren ihm zufolge an 80 Wachtagen 46 Rettungsschwimmer – das sind täglich etwa sieben Ehrenamtliche je Schicht – im Einsatz. Summa summarum macht das rund 5000 Stunden ehrenamtlicher Dienst für die Sicherheit der Badegäste und Wassersportler an einem der beliebtesten Seen des Landes. An den ganz besonders heißen Tagen in den Schulferien in Brandenburg und Sachsen konnte die Senftenberger Wasserwacht sogar zwei Rettungsboote einsetzen, wobei eines im Strandbereich Niemtsch stationiert werden konnte, um die Hilfsfristen so kurz wie möglich zu gestalten. „Die Einsatzkräfte der Wasserwacht sind nicht nur für das Retten ertrinkender Menschen und die Prävention zuständig, sondern beteiligen sich auch an einem First-Responder-System zur Unterstützung des öffentlichen Rettungsdienstes rund um den See oder werden bei technischen Hilfeleistungen wie manövrierunfähigen oder gekenterten Booten hinzugezogen“, erklärt der stellvertretende Leiter der Wasserwacht, Felix Lange.

Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen unter anderem 70 medizinische Hilfen. Sieben Mal rückten sie zur technischen Hilfeleistung aus, und zwei Mal hieß es „Person im Wasser“, zählt Felix Lange auf. Neben ihrem Dienst am Senftenberger See sicherten die Rettungsschwimmer auch alle Veranstaltungen im Amphitheater in Großkoschen sowie etliche sportliche Höhepunkte rings um den See sanitätsdienstlich ab.

Wenn an diesem Samstag die Badesaison endet, beginnt für die Wasserwächter wieder die Trainings- und Ausbildungszeit. In den Schwimmhallen Lauchhammer und Senftenberg findet samstags das Schwimmtraining auch für Kinder und Jugendliche statt. Für die kommende Saison 2019 müssen die Senftenberger Rettungsschwimmer in neue Funktechnik und ein neues Rettungsboot investieren, weil diese zum Teil 25 Jahre alt sind, erklärt Wasserwachts-Chef Jörn-Torsten Kusch. Er hofft auch auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, „da die Wasserwacht im Gegensatz zu Feuerwehr und Rettungsdienst nicht von öffentlicher Hand unterstützt wird“.

Interessierte Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sind gern zum Schnuppertraining willkommen: in Lauchhammer: samstags 7.30 Uhr, in Senftenberg: montags 16.30 Uhr / 20.30 Uhr (Erwachsene), samstags 8.30 Uhr (Kinder und Jugendliche).