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| 07:20 Uhr

Senftenberger Hubschrauber im Dauereinsatz
Luftretter fliegen bei Hitze im Hochbetrieb

 Die Crew von „Christoph Brandenburg“ in Senftenberg mit den Piloten Thomas Klemm und Jan Weber, Notfallsanitäter Maik Pochert und Notarzt Dr. Swen Burdack.
Die Crew von „Christoph Brandenburg“ in Senftenberg mit den Piloten Thomas Klemm und Jan Weber, Notfallsanitäter Maik Pochert und Notarzt Dr. Swen Burdack. FOTO: ADAC Luftrettung / Thomas Klemm
Senftenberg. Die beiden ADAC-Hubschrauber in Senftenberg sind derzeit im Dauereinsatz. „Christoph 33“ hob am Rekordtag acht mal ab. Von Jan Augustin

Die Luftretter vom ADAC in Senftenberg sind im extremen Hitzemonat Juli 260 Einsätze geflogen. Das ist deutlich mehr als in normalen Monaten. Am Standort Senftenberg hat die Luftrettung mit „Christoph 33“ seit 1991 einen Rettungshubschrauber sowie mit „Christoph Brandenburg“ seit 1994 einen Intensivtransporthubschrauber stationiert. Wie ADAC-Sprecherin Sandra Hass informiert, musste „Christoph 33“ am 3. Juli acht mal abheben – Rekord. „Christoph Brandenburg“ hatte am 24. Juli insgesamt sechs Einsätze – auch für diesen Hubschrauber Rekord im Juli.

Mit diesen beiden Hubschraubern und elf Piloten ist die Senftenberger Station die größte der 36 ADAC-Luftrettungsstandorte. „Beide Hubschrauber kamen im vergangenen Jahr auf rund 2850 oft lebensrettende Einsätze“, so Hass. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich dabei auf 50 bis 70 Kilometer. „Bei Verlegungstransporten geht es auch weit darüber hinaus zu Kliniken in den benachbarten Bundesländern“, so Hass.

Bundesweit ist die ADAC-Luftrettung im Juli 5555 Einsätze geflogen. Damit rückten die Rettungshubschrauber täglich rund 180-mal aus – und so durchschnittlich rund 20 Prozent häufiger als an normalen Tagen mit rund 150 Einsätzen am Tag, teilt Sandra Hass weiter mit. „Hauptanforderungsgrund war in etwa jedem zweiten Fall ein internistischer Notfall wie zum Beispiel eine akute Herz-Kreislauferkrankung.“

Der Tag mit den bisher meisten Rettungseinsätzen in diesem Jahr in Deutschland war der 24. Juli. An diesem Tag mussten die Crews 203-mal ausrücken. Die Station mit den meisten Alarmierungen an einem Tag war „Christoph 31“ in Berlin. Der Rettungshubschrauber brachte es am 4. Juli auf 13 Einsätze. Damit war er von 7 Uhr bis zum Sonnenuntergang pausenlos im Einsatz – 70 Prozent davon wegen akuter Herz-Kreislauferkrankungen.

Die ADAC-Luftrettung ist im vergangenen Jahr zu 54 356 Einsätzen gestartet. Bundesweit arbeiten für die ADAC-Luftrettung, ein Tochterunternehmen der ADAC-Stiftung, mehr als 1000 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 260 Notfallsanitäter und rund 580 Notärzte.

 Die Crew von „Christoph Brandenburg“ in Senftenberg mit den Piloten Thomas Klemm und Jan Weber, Notfallsanitäter Maik Pochert und Notarzt Dr. Swen Burdack.
Die Crew von „Christoph Brandenburg“ in Senftenberg mit den Piloten Thomas Klemm und Jan Weber, Notfallsanitäter Maik Pochert und Notarzt Dr. Swen Burdack. FOTO: ADAC Luftrettung / Thomas Klemm