ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:33 Uhr

Gedenken an bekannten Schriftsteller aus Senftenberg
Tafel erinnert an Horst Mönnich

Horst Mönnich fühlte sich bis zu seinem Tode anno 2014 mit seiner Heimatstadt Senftenberg verbunden.
Horst Mönnich fühlte sich bis zu seinem Tode anno 2014 mit seiner Heimatstadt Senftenberg verbunden. FOTO: Andreas Mönnich
Senftenberg. Zum 100. Geburtstag von Horst Mönnich wird der Autor in Senftenberg sichtbar. Von Torsten Richter-Zippack

Am Donnerstag, 8. November, jährt sich der Geburtstag des in Senftenberg geborenen Schriftstellers Horst Mönnich zum 100. Mal. Ihm zum Gedenken wird an diesem Tag um 16 Uhr an seinem Geburts- und zeitweiligen Wohnhaus im Beisein seines Sohnes Andreas Mönnich eine Tafel enthüllt, informiert Senftenbergs Stadtsprecher Andreas Groebe. Das Gebäude befindet sich in der Kreuzstraße 21, zwischen der Glück-Auf-Buchhandlung und der Fielmann-Filiale. Der Tafelenthüllung schließt sich im Rathaus eine Gedenkstunde an, zu der Interessierte eingeladen sind.

Horst Mönnich durchlief in seiner Geburtsstadt das Realgymnasium, an dem er auch die Reifeprüfung ablegte. Im Jahr 1939 verließ er Senftenberg, um in Berlin Germanistik und Zeitungswissenschaft zu studieren. Nach der Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft war Mönnich zunächst als Redaktionsmitglied des Hamburger Sonntagsblatts aktiv. Im Jahr 1952 ließ sich der gebürtige Lausitzer am Chiemsee nieder und arbeitete dort als freier Schriftsteller.

Horst Mönnich gilt als erfolgreicher Schriftsteller und Verfasser von Hörspielen. Insbesondere seine Romane über Industriefirmen wie BMW, VW und Thyssen erfuhren besonders hohe Auflagen. Das Buch „Die Autostadt“ erreichte im Jahr 1960 eine Auflage von 110 000 Exemplaren. Mönnichs Erstlingswerk, die „Zwillingsfähre“ von 1944, eine Sammlung von Gedichten, thematisiert auch den Tod seines Zwillingsbruders kurz vor Kriegsausbruch.

Der gebürtige Lausitzer gehörte der Gruppe 47 an, zu der weitere bekannte Autoren wie Literaturnobelpreisträger Günter Grass und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki zählten. Die Mitglieder trafen sich erstmals im Jahr 1947. Ab 1972 war Horst Mönnich Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, einer renommierten Schriftsteller-Vereinigung. Mönnich verstarb 2014 im Alter von 95 Jahren in seiner Chiemgauer Wahlheimat. Rund zwei Jahrzehnte zuvor war sein autobiografisches Werk „Geboren neunzehnhundertachtzehn“ entstanden.