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Senftenberger Gedächtnis zieht um

Die Regale am neuen Standort des Stadtarchivs sind bereits gut gefüllt. Stadtarchivarin Ines Jahn freut sich auf die verbesserten Bedingungen.
Die Regale am neuen Standort des Stadtarchivs sind bereits gut gefüllt. Stadtarchivarin Ines Jahn freut sich auf die verbesserten Bedingungen. FOTO: chk1
Senftenberg. Das gesammelte historische Wissen Senftenbergs kommt unter ein neues Dach: Das Stadtarchiv hat seinen Sitz künftig im Schlossparkcenter. "Ein Teil des Archivs ist bereits umgezogen", sagt Ines Jahn und öffnet die Tür zu ihrem neuen Reich. chk1

In langen Reihen füllen Metallregale den großen Raum. Viele von ihnen sind bereits von oben bis unten mit Akten und Archivschachteln gefüllt. Bisher waren sie in der ehemaligen Realschule untergebracht. "Aber durch den Verkauf des Gebäudes musste das Archiv weichen", sagt die Verwaltungsmitarbeiterin. Die Räume im Schlossparkcenter bieten genügend Platz, um in Zukunft bis auf das klimatisierte Rathaus-Archiv die übrigen Archivstandorte dort zu bündeln. In die noch leeren Regale sollen in den kommenden Monaten noch die Unterlagen eingeräumt werden, die bisher in den Büros am Markt 19 stehen - dem bisherigen Sitz des Stadtarchives. Ines Jahn will Anfang 2018 mit allen Schätzen und Akten umgezogen sein. "Wir haben dann all das Wichtigste für unsere Besucher an einem Platz. Außerdem sind die Räume klimatisiert und können verdunkelt werden." Das sind optimale Bedingungen für die schon mehr als 680 laufenden Meter Archivgut. 250 laufende Meter sollen folgen. Darunter befinden sich dann historische Bauunterlagen, natürlich der historische Teil des Stadtarchivs ab 1825, Personenstandsunterlagen, Nachlässe, Karten, Urkunden, Pläne und Fotos. "Wir bekommen regelmäßig Anfragen zu Themen wie Ahnenforschung, Flurbereinigung und Erbschaftsangelegenheiten", sagt Ines Jahn. Im neuen Archiv werden auch Besucher bessere Bedingungen vorfinden. In einem separaten Raum werden Arbeitsplätze eingerichtet, an denen Archivnutzer in den historischen Unterlagen forschen können. Übrigens können Besucher im neuen Stadtarchiv nicht nur besser sitzen, sie können es auch besser erreichen. Denn die Räume sind barrierefrei über einen Aufzug zugänglich. "Das ist schön, weil auch viele ältere Menschen zu uns kommen und bisher immer sehr viele Treppenstufen überwinden mussten", sagt die Stadtarchivarin.