„Wir konnten dem Publikum das Thema Italien mit einer vielfältigen und niveauvollen Filmauswahl näher bringen“, zog Dr. Frank Dietrich, Klubvorsitzender der Videofilmer Senftenberg, für die Veranstalter ein positives Fazit.

Unter der Überschrift „Das kommt uns spanisch vor“ soll im Jahr 2010 bei den 2. Internationalen Kurzfilmtagen in Senftenberg mit Spanien wieder ein beliebtes Reiseland im Mittelpunkt stehen. Beeindruckt von den hohen Qualität mancher Amateurfilme bei der diesjährigen Premiere zeigte sich Franziska Golk. Die 24-jährige Musical-Regisseurin des Jugendtheaters Wormlage vertrat die Farben der Region in der Wettbewerbsjury. Nervös und mutig zugleich stellte sich die junge Kultur- und Medienpädagogin dieser Aufgabe: „Ich habe beim Studium eigene Filme gedreht. Aber das Ergebnis war natürlich nicht so perfekt.“

Knisternde Spannung lieferte auch das Finale des Deutschen Minutenwettbewerbes am Samstagmittag. Im K.o.-Modus flimmerten die 16 besten Produktionen gegeneinander. Dabei lag es am Besuchergeschmack, welcher amüsante Kurz-Streifen jeweils eine Runde weiter kam. Die Senftenberger Filme „Geschäftliches“ und „Puppenspiel“ schieden erst im Halbfinale aus. Zusammen mit der dritten Senftenberger Produktion „Zerdrückter Löwenzahn“ wetteifern sie nun Mitte Mai bei den Deutschen Amateur-Filmfestspielen um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft.

Die humorvolle Ko-Produktion „Anita“ kam sogar ins Finale. Das Düsseldorfer Autoren-Ehepaar Manfred und Rose-Lotte Obermeyer führte Regie, während die „Hobby-Schauspielerinnen“ Jutta Dietrich und Ulla Hennig von den Senftenberger Videofilmern den witzigen Stoff um ein Erbe und die teure Verwechslung von Grab- und Edelstein vor der Kamera gekonnt in Szene setzten. „Die Dreharbeiten beim Workshop in Tschechien haben allen Beteiligten viel Spaß gemacht“, sagte Jutta Dietrich. Deutscher Minutenmeister wurde diesmal der luxemburgische Gaststarter Willy Lang mit dem Tierfilm „Der Tenor“. Oliver Sobe