Die Familie kompostiere auch ihre Holzreste selbst und stelle maximal einen vollen Behälter pro Jahr an die Straße. „Da verdient wohl jemand an den Zinsen der Gebühren mit“, wittert Heinicke Abzocke.

Der Verdacht sei falsch, erwidert AEV-Chef Dr. Bernd Frosch. Anfang 2009 hat der AEV die Abrechnung der Restmülltonnen auf den elektronischen Chip umgestellt. „Nächstes Jahr wissen wir, wie viele Leerungen jeder einzelne Haushalt vermutlich hat. Um die Liquidität zu erhalten, kann der AEV aber zwischenzeitlich nicht auf die Mengengebühr verzichten“, so Frosch.

Der statistische Quotient aus Tonnen und Gesamtzahl der Leerungen im Verbandsgebiet ergäbe fast die Zahl sechs. „Auf dieser Grundlage wurden die aktuellen Bescheide berechnet. Das ist eine legitime Methode“, sagt Frosch. Eine individuelle Erstattung oder Nachforderung je Haushalt werde mit den Gebührenrechnungen im Jahr 2010 erfolgen. os