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| 18:22 Uhr

Gesundheitszentrum mit Zukunft
Alte Poliklinik wird aufgemöbelt

 Im Gesundheitszentrum am See an der Fischreiherstraße sind die Umbauarbeiten voll im Gange. Eigentümer Ralf Schröder (l.) und Andreas Bernhardt von der MEG besprechen Details.
Im Gesundheitszentrum am See an der Fischreiherstraße sind die Umbauarbeiten voll im Gange. Eigentümer Ralf Schröder (l.) und Andreas Bernhardt von der MEG besprechen Details. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
Senftenberg. Nach dem Verkauf der alten Poliklinik im Wohngebiet am See in Senftenberg will der Investor den Standort als attraktives Gesundheitszentrum langfristig sichern. Die Modernisierung ist im Gange und soll Verbesserungen für Patienten und Personal bringen. Von Catrin Würz

Für die alte Poliklinik an der Senftenberger Fischreiherstraße ist die Zeit der unklaren Zukunft und der brodelnden Gerüchteküche über eine eventuelle Schließung nun ein für allemal vorbei. Die Immobilie, in der momentan drei Arztpraxen, eine Apotheke, Pflegedienst und Physiotherapie angesiedelt sind, hat seit wenigen Monaten einen neuen Eigentümer. Und dieser ist ein Mann der klaren Worte: „Das gesamte Objekt wird als Gesundheitszentrum erhalten und modern ausgebaut. Hier soll dauerhaft ein attraktiver Standort für medizinische Dienstleistungen entstehen“, erklärt Ralf Schröder seine Pläne.

Modernisierung der alten Poliklink bereits gestartet

Der Privatinvestor aus Hohenbocka hat die alte Poliklinik im Oktober 2018 von der Stadt Senftenberg gekauft und sich mit diesem Vorhaben ein klares Ziel gesteckt. Die Umsetzung ist auch schon gestartet. Gegenwärtig werden bereits Praxisräume im Erdgeschoss umgebaut und modernisiert. Dort wird voraussichtlich noch im September die Orthopädische Praxis aus dem Obergeschoss einziehen. Die damit frei werdenden Räume in der oberen Etage stehen dann wiederum nach einer Sanierung für weitere Anbieter von medizinischen Leistungen zur Verfügung.

Gesundheitszentrum als dauerhafte Lösung

„Wir können sowohl kleinere Praxisflächen, wie sie beispielsweise Podologen oder Logopäden benötigen, anbieten. Aber auch größere Flächen für eine Gemeinschaftspraxis sind denkbar“, erklärt Ralf Schröder. Der neue Eigentümer will für alle Mieter, aber auch für die Patienten und Kunden vor allem eines vermitteln: Der Standort des Gesundheitszentrums mitten im Wohngebiet am See ist sicher und wird nun für eine dauerhafte Zukunft hergerichtet.

Über diese klare Ansage des neuen Eigentümers ist auch Andreas Bernhardt als Geschäftsführer der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft Senftenberg (MEG) froh. Die MEG ist Hauptmieter in der alten Poliklinik und betreibt hier drei Arztpraxen. Wegen der unklaren Situation in den vergangenen Jahren ist in die Bausubstanz des in den 1970er-Jahren erbauten Gebäudes seit gut 20 Jahren nichts mehr investiert worden. „Die baulichen Bedingungen waren bisher nicht so, dass wir damit zum Beispiel neue, junge Ärzte begeistern könnten. Deshalb freue ich mich jetzt, dass der neue Eigentümer Geld in die Hand nimmt, um das Gebäude aufzuwerten“, sagt Bernhardt. Er ist bekennender Befürworter der Idee der Gesundheitszentren, in denen Synergien zwischen verschiedenen medizinischen Angeboten nutzbar sind.

 Im Außenbereich des Gesundheitszentrums wird als erstes der Eingang von der Nordseite umgebaut. Ralf Schröder hat dafür genaue Vorstellungen.
Im Außenbereich des Gesundheitszentrums wird als erstes der Eingang von der Nordseite umgebaut. Ralf Schröder hat dafür genaue Vorstellungen. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE

Gesundheitszentrum soll für neue Ärzte attraktiv werden

Über langfristige Mietverträge ist nun zudem auch die Sicherheit gegeben, die die Medizinische Einrichtungsgesellschaft, die Apotheke am See und die weiteren Mieter und Anbieter medizinischer Dienstleistungen für eigene Investitionen in ihre Ausstattung benötigen. Die Apotheke hat beispielsweise in einen hochmodernen Medikamenten-Ausgabeautomaten investiert. Und wenn die Orthopädische Praxis ihre neuen Räume im Erdgeschoss bezieht, „dann verbessern sich nicht nur für die Patienten die Bedingungen, sondern auch für unsere Mitarbeiter“, sagt MEG-Geschäftsführer Andreas Bernhardt. Dann müssen die Patienten ebenso wie die Schwestern nicht mehr treppauf treppab eilen, um zum Röntgenraum zu kommen.

Außenbereich des Gesundheitzentrum soll aufgewertet werden

Gegen den maroden DDR-Charme des Gebäudes will Investor Ralf Schröder mit punktuellen, aber wohl überlegten Veränderungen an Fassade und Umfeld kleine Wunder bewirken. Als erstes wird der Eingangsbereich an der Nordseite des Gebäudes neu gestaltet. „Hier wird man auch von außen sehen, dass sich an dem Gebäude was tut. Es ist ein Neubeginn“, sagt Investor Ralf Schröder.