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| 02:45 Uhr

Senftenberg und Kleinkoschen beim Spreewald-Cup am Start

Unerschrockener Einsatz der Feuerwehrsportler aus Senftenberg/Kleinkoschen.
Unerschrockener Einsatz der Feuerwehrsportler aus Senftenberg/Kleinkoschen. FOTO: Hegewald/uhd1
Klein Radden. Hauptschiedsrichter Dr. Richard Münder: "Hier trifft sich die deutsche Spitze im Feuerwehrsport". Vier Bundesländer kämpfen im Lübbenauer Ortsteil. uhd

() Als einzige Mannschaft aus dem Süden des Landkreises sind die Feuerwehrsportler aus Senftenberg/Kleinkoschen am Samstag beim Spreewald-Cup an den Start gegangen. Bei der mit der deutschen Spitze besetzten Veranstaltung in Klein Radden (Stadt Lübbenau) gab es für die Kreisstädter jedoch trotz allen Einsatzes nichts zu holen. Von 20 Startern aus vier Bundesländern landete die Mannschaft um Tobias Pelzer vom Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnischen Zentrum (FKTZ) Großräschen auf Platz 17 und ließ damit auch Favoriten hinter sich.

Auf dem Feuerwehrsport-Olymp angekommen sind indes die Feuerwehrmänner von Klein Radden. Mit einem grandiosen Lauf im Löschangriff nass und der Fabelzeit von 21,25 Sekunden verteidigten sie den Spreewald-Cup. Und sie legten noch eine Schippe drauf: Beim anschließenden Lauf der "Extraliga Germany 2017" spurteten die Männer in 20,77 Sekunden abermals aufs oberste Podest. Manfred Mrose machen sie damit zu einem der glücklichsten Ortswehrführer Deutschlands. Um 14.04 Uhr stürmt der Ortswehrführer und Ortsvorsteher auf den Platz, um seine Jungen zu umarmen und mit einem "Ich bin so stolz auf Euch" zu danken.

Im letzten Lauf um den Spreewald-Cup entreißen sie Dürrhennersdorf (Sachsen) den Titel, die schon eine Hand am Pokal haben. 20 Männer- und sieben Frauenmannschaften aus vier Bundesländern kreuzen in "Mroses Wohnzimmer" Klein Radden die Strahlrohre. "Hier trifft sich die Deutsche Spitze im Feuerwehrsport", charakterisiert Dr. Richard Münder den Doppel-Wettbewerb. Der aus Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) angereiste Hauptschiedsrichter besitzt die Lizenz zum Schießen (Startpistole) und die Kompetenz für ein solches Urteil. Seit zehn Jahren ist er bundesweit in Sachen Feuerwehrsport unterwegs. "80 Prozent der Starter beim Spreewald-Cup kenne ich persönlich", so der promovierte Maschinenbauer.

Martin Jungnickel zieht ebenfalls den Feuerwehrhelm vor den Raddenern und ihrem Traditionswettbewerb: "Solche hochkarätigen Veranstaltungen sind beste Werbung für den Feuerwehrsport, für das Feuerwehrwesen generell und auch für die Nachwuchsgewinnung", betont der scheidende Geschäftsstellenleiter der Lübbenauer Filiale der Sparkasse Niederlausitz. Zukünftig im Marketing des Finanzdienstleisters tätig, steuert er dem "professionell aufgezogenen Wettkampf" 500 Euro bei. Anlässlich des zehnten Cups überreicht die Geschäftsführerin des Landesfeuerwehrverbandes, Carola Krahl, Ortswehrführer Manfred Mrose einen Krug frisch gezapften Babben-Biers. Symbolisch und anerkennend für die vielen geflossenen Schweißtropfen in zehn Jahren vorbereitender Aktivitäten.

Gekrönt wird der unvergessliche Tag durch das beeindruckende Abschneiden der Männermannschaft aus Zerkwitz, die beide Wettbewerbe mit Bronze abschließen. Platz zwei holt sich das Team Firesport Germany. Allein bei den Frauen ging der Sieger-Kelch in diesem Jahr an regionalen Mannschaften vorbei.