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| 08:00 Uhr

Neues Stadtparlament
Rolf-Peter Rössiger ist neuer Stadtverordnetenvorsteher

 Reiner Rademann (r.) übergibt die symbolische Glocke an seinen Nachfolger als Stadtverordnetenvorsteher, Rolf-Peter Rössiger.
Reiner Rademann (r.) übergibt die symbolische Glocke an seinen Nachfolger als Stadtverordnetenvorsteher, Rolf-Peter Rössiger. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Senftenberg. Im Senftenberger Stadtparlament gibt es jetzt sieben Fraktionen. Die nächste Sitzung könnte erst abends starten, weil auch berufstätige Bürger die Chance haben sollen, dabei zu sein. Von Torsten Richter-Zippack

Glockenübergabe statt Staffelstabübergabe im Senftenberger Ratssaal: Der scheidende Stadtverordnetenvorsteher Reiner Rademann (SPD) hat das klingende Ordnungsinstrument an seinen Nachfolger Rolf-Peter Rössiger (SPD) übergeben. Der gebürtige Eilenburger, der seit dem Jahr 1981 in der Lausitz lebt, ist jetzt in seine dritte Legislatur in der Stadtverordnetenversammlung der Seestadt eingetreten. Rössiger, der dreifacher Vater ist, war zunächst als Maschinenbauingenieur im Tagebau Greifenhain tätig, nach der Stilllegung der Grube vor genau 25 Jahre in der Bergbausanierung. Der 67-Jährige hatte sich während der Wahl im Rahmen der ersten Sitzung mit 15 Stimmen gegen Fred Frahnow (SFB) durchgesetzt. Zwei Abgeordnete enthielten sich der Abstimmung.

Reiner Rademann stellte sich indes wegen mehrerer persönlicher Angriffe gegen seine Person nicht mehr zur Wahl als Stadtverordnetenvorsteher. Der 70-Jährige bleibt aber Abgeordneter.

Als Stellvertreter Rolf-Peter Rössigers wurden Kerstin Weidner (Agsus) sowie Dr. Olaf Kappelt (AfD) gewählt. Kappelt, der in Hosena lebt, ist gänzlich neu im Senftenberger Parlament.

Sieben Fraktionen haben sich in der neuen Stadtverordnetenversammlung gebildet. Stärkste Kraft ist die SPD mit ihrem Vorsitzenden Harald Konczak mit sieben Mitgliedern. Die CDU/FDP- und die AfD-Fraktion verfügen jeweils über fünf Sitze, die Linke vier. Die Fraktionen Freie Wähler OSL, Wir für Senftenberg/Bündnis 90/Grüne und SFB sind mit je zwei Mitgliedern dabei. Fraktionslos ist hingegen Kerstin Weidner (Agsus). Eine Besonderheit gibt es in der AfD-Fraktion. Zwei Abgeordnete tragen den selben Namen, und zwar Silvio Wolf.

Indes wird über den Sommer geprüft, ob die Sitzungen der Stadtverordneten künftig um 18 Uhr statt bislang 16 Uhr beginnen. Einen entsprechenden Antrag hat Johannes Sven Hänig (CDU/FDP) eingereicht. Hintergrund: „Auch berufstätige Bürger wollen zu unseren Sitzungen kommen und Fragen stellen“, begründet Hänig. Der nächste Termin ist der 4. September.

 Reiner Rademann (r.) übergibt die symbolische Glocke an seinen Nachfolger als Stadtverordnetenvorsteher, Rolf-Peter Rössiger.
Reiner Rademann (r.) übergibt die symbolische Glocke an seinen Nachfolger als Stadtverordnetenvorsteher, Rolf-Peter Rössiger. FOTO: Torsten Richter-Zippack