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| 14:06 Uhr

Dürre in der Lausitz
Grundwasserspeicher ist gut gefüllt

 Besonders beliebt in diesen Tagen: der Trinkwasserbrunnen am Senftenberger Stadthafen. Trotz der Trockenheit ist Mangel am kostbaren Nass bislang kein Thema in der Region.
Besonders beliebt in diesen Tagen: der Trinkwasserbrunnen am Senftenberger Stadthafen. Trotz der Trockenheit ist Mangel am kostbaren Nass bislang kein Thema in der Region. FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. Senftenberger Wasserversorger sieht trotz der Dürre optimistisch in die Zukunft Von Torsten Richter-Zippack

Im April hat es in der Region viel zu wenig geregnet. Daran ändern auch die Niederschläge vom vergangenen Wochenende kaum mehr etwas. Deswegen ist inzwischen die Dürre in die Lausitz zurückgekehrt. Das Trinkwasser wird allerdings noch lange nicht knapp, beruhigt Dr. Roland Socher, Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Lausitz (WAL). „Unser Grundwasserspeicher ist gut gefüllt. Dank der Lage im Lausitzer Urstromtal fließt ständig Grundwasser zu. Deshalb war der Grundwasserstand im Bereich unserer Brunnen selbst im Dürresommer 2018 nur geringfügig gefallen.“

Socher räumt allerdings ein, dass der WAL im Jahr 2018 an einigen Tagen die Grenze der Versorgungskapazität erreicht hatte. Diese bewegt sich bei knapp 40 000 Kubikmetern in 24 Stunden. Davon stammen 24 000 Kubikmeter aus dem Wasserwerk Tettau, der Rest vom Leag-Wasserwerk Schwarze Pumpe. Die normale Trinkwasserabnahme bewegt sich bei rund 25 000 Kubikmetern täglich. „Am Ostersonntag wurde der bisherige Spitzenverbrauch in diesem Jahr mit schon recht beachtlichen 37 000 Kubikmetern registriert“, sagt Roland Socher.

Indes soll im Juli die Erweiterung des Wasserwerkes Tettau komplett in Betrieb genommen werden. Der WAL könne dann unabhängig vom Bergbau agieren. „Wenn die projektierte Leistung von 20 000 Kubikmetern pro Tag erreicht wird, stehen uns ab dem Sommer bis zu 44 Kubikmeter zur täglichen Bedarfsdeckung zur Verfügung“, rechnet Socher vor. Weiter: „Das sollte für die nächsten trockenen Jahre reichen.“

Unabhängig davon ist der Trinkwasserverbrauch in den vergangenen zehn Jahren im Verbandsgebiet relativ stabil geblieben ist. Und dass, obwohl die Einwohnerzahl der Region um elf Prozent gefallen ist. Mit 3,86 Millionen Kubikmetern lag der Verbrauch an Trinkwasser im Dürrejahr 2018 sogar um 230 000 Kubikmeter höher als vor einem Jahrzehnt. „Dennoch hoffen auch wir auf baldigen Regen“, sagt Roland Socher.