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| 11:00 Uhr

Lausitzer Seenland
Pirrliepausen müssen den See wechseln

 Zum Jahreswechsel 2017/2018 konnten die Pirrliepausen noch in den Senftenberger See steigen. Diesmal geht es nach Geierswalde.
Zum Jahreswechsel 2017/2018 konnten die Pirrliepausen noch in den Senftenberger See steigen. Diesmal geht es nach Geierswalde. FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg/Geierswalde. Erstmals seit über 30 Jahren ziehen die Senftenberger Eisbader nach Sachsen um – an den Geierswalder See. Von Torsten Richter-Zippack

Zum Jahreswechsel müssen die Senftenberger Pirrliepausen umziehen. Aufgrund des seit 21. September komplett gesperrten Senftenberger Sees wird erstmals das neue Jahr am Strand des Geierswalder Sees begrüßt.

Das traditionelle Silvesterbaden entfällt, dafür geht es am Neujahrstag um Punkt 11 Uhr in die Fluten. Das kündigt Vereinschef Frank Vogel an. „Eigentlich hatten wir auf eine Ausnahmegenehmigung für Senftenberg gehofft. Aber das klappte dann doch nicht“, erklärt Vogel. Die Inselrutschung im See habe die Eisbader kalt erwischt.

Nach mehreren Krisensitzungen sei entschieden worden, an den Geierswalder Badestrand neben dem Schiffsanleger umzuziehen. Dort müssen die Eisbader allerdings mit fehlenden Umkleiden auskommen. Am Senftenberger See konnten sie bislang das Schullandheim oder das Hafengebäude nutzen.

Vogel stellt klar, dass Geierswalde kein Dauerrefugium werden solle. Die Eisbader wollen so schnell es geht an ihren Heimatsee zurückkehren. Nicht zuletzt sei es schwierig, die Senftenberger Zuschauer bis nach Geierswalde zu locken.

Festhalten wollen die Pirrliepausen indes an ihrem Vereinsfasching, der am Sonnabend vor dem Rosenmontag stattfindet. Nächster Termin ist der 2. März 2019. Aus diesem Anlass, so kündigen die Eisbader an, erfolge an jenem Tag der Transport einer mobilen Sauna an den Geierswalder See. Dem fassähnlichen Unikat werde mittels eines Holzofens eingeheizt.

Die Senftenberger Pirrliepausen gibt es bereits seit dem Jahr 1987. Derzeit zählt der Verein rund 20 Mitglieder. Die jüngsten sind knapp 50 Jahre alt, die ältesten um die 80. Die Seestädter nehmen traditionsgemäß auch immer am Dresdner Elbeschwimmen zu Jahresbeginn teil. Ob es allerdings auch 2019 stattfinden kann, sei derzeit noch offen. Denn der Fluss ist zwar im Gegensatz zum Senftenberger See nicht gesperrt. Er führt aber nach wie vor immer noch Niedrigwasser, begründet Frank Vogel.