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| 13:34 Uhr

Verkauf startet am 28. Dezember
Feuerwerksbatterien ersetzen klassische Raketen

 Jan und Kerstin Radke, Inhaber des REWE-Marktes Senftenberg, haben die Feuerwerkslieferung bereits Mitte Dezember erhalten. Die Renner im Rewe-Markt sind die Feuerwerksbatterien und der Feuerwerksmix.
Jan und Kerstin Radke, Inhaber des REWE-Marktes Senftenberg, haben die Feuerwerkslieferung bereits Mitte Dezember erhalten. Die Renner im Rewe-Markt sind die Feuerwerksbatterien und der Feuerwerksmix. FOTO: Peter Aswendt
Senftenberg. Ab dem 28. Dezember ist die Silvester-Knallerei allerorts erhältlich. Für Händler ist der Verkauf nicht ganz unkompliziert. Von Peter Aswendt

Warum heißt Silvester Silvester? Und darf eigentlich jeder Feuerwerk verkaufen?

Für den Namen zeichnet sich ein Papst namens Silvester verantwortlich, der am 31. Dezember anno 335 das Zeitliche segnete. Der Brauch, viel Krach zu machen, geht bis auf die Germanen zurück. Daraus ist in der heutigen Zeit ein gut florierendes Geschäft mit dem immer ausgefeilteren Feuerwerkstechniken geworden. Doch das Knallzeug darf längst nicht jeder verkaufen. „Wir müssen unser komplettes Personal über eine Onlineschulung zum Feuerwerksverkauf qualifizieren“, bestätigt Jan Radke, der gemeinsam mit seiner Frau Kerstin einen Rewe-Markt in Senftenberg und Lübbenau betreibt.

Dieser hohe Aufwand der Schulung und Lagerung macht sich natürlich auch bei der Anzahl der Verkaufsstellen bemerkbar. „Vor einigen Jahren sind wir noch in viele kleine Läden gegangen und haben unsere Feuerwerke zusammengekauft“, erzählt Richard Bundereidt aus Senftenberg, der gerade vor dem Senftenberger Supermarkt seinen Einkauf verpackt. „Wir werden sicherlich in einen der Supermärkte gehen, die haben ja das größte Sortiment“, fügt er hinzu. Eine besondere Herausforderung stellt die Anlieferung und die Lagerung der immerhin nach dem Sprengstoffmittelgesetzt eingestuften Silvesterböller dar: „Die Lieferung erfolgt mit besonderen Gefahrguttransportern“, weiß Jan Radke. „Wir müssen unsere Order präzise platzieren, eine Nachorder ist nicht möglich“, fügt er hinzu. Im Rewe-Markt Senftenberg heißt das, dass fünf Paletten mit dem aktuellen Sortiment von Silvesterknallern seit Mitte Dezember unter der Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen lagern.

Was zu beobachten ist: „Es werden von Jahr zu Jahr immer mehr Feuerwerksbatterien gekauft“, beschreibt Jan Radke den Trend. „Die teuersten Batterien kosten um die 100 Euro, trotzdem sind sie sehr beliebt“, weiß er zu berichten. Die klassische Rakete ist langsam auf dem Rückzug. In der Regel geben die Käufer zwischen 50 und 200 Euro für das knallende Vergnügen aus. Auch die Zeit der Chinaböller oder Polenknaller ist vorbei: „Die Kunden achten auf Qualität und wollen auch ein sicheres und anspruchsvolles Vergnügen am Silvesterabend haben“, so Radke. Auch hält bei der Beratung immer mehr die Computertechnik Einzug. „Unser Lieferant hat zu seinen Produkten Videos angefertigt, sodass man sich die Effekte ansehen kann“, berichtet der Rewe-Marktinhaber. „Wenn man unser Personal anspricht, kann man per PC-Tablet einen ungefähren Blick riskieren, wie es Silvester am Himmel aussehen wird.“

In diesem Jahr ist der Verkaufsstart am 28. Dezember. Die letzten Böller gehen am 31. Dezember über den Ladentisch. Im Rewe-Markt Senftenberg gibt es zum Feuerwerksverkauf auch in diesem Jahr ein passendes Motto. „Alice im Wunderland“ heißt es, wenn Hutmacher und Herzdame die Feuerwerksbatterien den Kunden verkaufen.  Im Januar heißt es dann für Familie Radke eine Auswertung zu machen: Wie war der Bedarf war, was hat gefehlt und was war besonders begehrt? Denn im April muss schon wieder die neue Order für Silvester 2019 gemacht werden.