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| 18:38 Uhr

Grundstücke gesucht
Stadt wächst um 25 Häuser pro Jahr

Der Peickwitzer Ortsvorsteher Ingo Amsel (2.v.l. vorn) führt am Mittwochmorgen Journalisten durch seinen Ort und erklärt ihnen, wie das Dorf tickt. Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (3.v.r.) hat zum traditionellen Pressefrühstück in die frisch sanierte Bahndammarena eingeladen.
Der Peickwitzer Ortsvorsteher Ingo Amsel (2.v.l. vorn) führt am Mittwochmorgen Journalisten durch seinen Ort und erklärt ihnen, wie das Dorf tickt. Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (3.v.r.) hat zum traditionellen Pressefrühstück in die frisch sanierte Bahndammarena eingeladen. FOTO: Andreas Groebe / Stadt Senftenberg
Senftenberg. Senftenberg braucht dringend Bauland – und schafft sich welches. Die Nachfrage bleibt groß. In Großkoschen hat die Kommune jetzt ein großes Waldgrundstück erworben. Von Jan Augustin

Das Pressefrühstück mit Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) ist mittlerweile zu einer Tradition geworden. Immer kurz vor Jahresende lädt das Stadtoberhaupt die Journalisten aus der Region ein, um Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu schauen. Meistens trifft sich die Runde an einem Ort, in dem gerade etwas passiert ist und Neues geschaffen wurde. Es gibt belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen und interessante Informationen – so wie am Mittwoch in Peickwitz.

Das Vereinsheim oder die Bahndammarena, wie das Haus inoffiziell heißt, strahlt dort seit ein paar Wochen in frischem Glanz. Mit För­dergeldern von Land und Stadt und mit viel eigener Peickwitzer Arbeitskraft ist hier ein schickes und modernes Gebäude entstanden, in dem die 120 Mitglieder des Sportvereins ihrem Hobby nachgehen können. Für den sichtlich stolzen Ortsvorsteher Ingo Amsel ist das Haus eine Begegnungsstätte, die sein Dorf noch lebenswerter macht. Irgendwann einmal, das ist der Traum von Ingo Amsel, soll das aktuell etwa 370 Einwohner starke Peickwitz die 500er-Marke überschreiten. Dafür allerdings müsste das noch vorhandene Bauland gefüllt werden. Etwa 30 Grundstücke sind noch frei, sagt der Ortsvorsteher. Der Quadratmeter für das voll erschlossene Land sei für 55 Euro zu haben, wirbt Amsel um potenzielle Häuslebauer.

Dass Senftenberg und seine Ortsteile für solvente junge Familien mit Eigenheimwunsch immer attraktiver werden, bestätigt auch Bürgermeister Andreas Fredrich. Es sind wieder mehr Menschen nach Senftenberg gezogen als abgewandert. „In den letzten Jahren gibt es wieder mehr Zuzüge als Wegzüge. Das ist eine positive Entwicklung“, sagt Andreas Fredrich. Trotzdem sei die Sterberate immer noch höher als die Zahl der Neugeborenenen. Etwa 25 000 Einwohner zählt die Kreisstadt aktuell.

Pro Jahr werden in der Stadt etwa 25 Einfamilienhäuser gebaut, sagt er. Die Kommune versucht der Nachfrage gerecht zu werden. Für das Baugebiet „Buchwalder Dreieck“ gibt es mittlerweile einen Aufstellungsbeschluss. Je nach Grundstücksgröße soll hier Platz für 30 bis 40 Häuser sein, so Fredrich.

Ähnlich groß werden soll ein neues Gebiet an der Straße des Bergmanns in Senftenberg. Ein Entwurfsplan für die Fläche, die sich im Eigentum der Stadt und der Kommunalen Wohnungsgesellschaft befindet, soll im Sommer 2018 fertig sein. Bis hier die ersten Eigentümer ihr Haus beziehen können, gehen also noch ein paar Jahre ins Land.

Langfristig angelegt ist auch ein Projekt in Großkoschen, wo der Bedarf an Bauland vorhanden sei. Für eine potenzielle Entwicklungsfläche hat die Stadt dort jetzt ein riesiges Waldgrundstück gegenüber der früheren Gaststätte „Zum singenden Wirt“ erworben. Das 63 233 Quadratmeter große Areal liegt an der Dresdner Straße. Eine Baugebiet in spe gebe es zudem in Sedlitz. Für Niemtsch und Hosena sei derweil kein neues Bauland geplant.