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| 16:30 Uhr

Wetterextreme
Schwarze Elster trocknet schon im Juni aus

 Bis zum Buchwalder Wehr ist die Schwarze Elster weitestgehend trocken gefallen.
Bis zum Buchwalder Wehr ist die Schwarze Elster weitestgehend trocken gefallen. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Senftenberg. Im Dürresommer 2018 war die Schwarze Elster im Bereich Senftenberg komplett ausgetrocknet. Doch im Jahr 2019 beginnt dieser Prozess viel früher. Von Torsten Richter-Zippack

Bereits Ende Juni wird in der Schwarzen Elster Wasser Mangelware. In Höhe des Buchwalder Wehres und der benachbarten Straßenbrücke der B 96 in Senftenberg ist der Fluss weitgehend trocken gefallen. Auf rund vier Kilometer ist die Elster ausgetrocknet.

Hauptursache bildet das extrem heiße und trockene Wetter, sagt Malin Walther vom Landesamt für Umwelt (LfU). An der Landesgrenze Sachsen/Brandenburg, ein paar Kilometer oberhalb des Buchwalder Wehres, gibt es nur noch ganz geringe Abflüsse. Am Mittwochmittag strömten dort 162 Liter pro Sekunde durch die Schwarze Elster. Normal wären knapp 300 Liter/Sekunde.

Zuflüsse der Elster bereits trocken

Darüber hinaus sind mehrere Zuflüsse zur Elster inzwischen trocken gefallen. Betroffen ist beispielsweise der Schleichgraben, der zwischen Großkoschen und Tätzschwitz verläuft. Nicht zuletzt verliert die Elster eine Menge Wasser durch Versickerung. „Diese Mengen sorgen bei der aktuellen Trockenheit mit bereits sehr niedrigen Abflüssen in der Schwarzen Elster für ein völliges Trockenfallen zwischen Kleinkoschen und Senftenberg“, erklärt Malin Walther.

Unterhalb der Einmündung des Rohrsystems der Rainitza, einem rechten Nebenfluss, strömen derzeit 500 Liter je Sekunde in die Schwarze Elster. Das Wasser wird aus dem Sedlitzer See zugeführt. So verfügt der Fluss ab diesem Abschnitt wieder über Wasser.

Schwarze Elster auch 2018 ausgetrocknet

Bereits im Dürresommer 2018 war die Schwarze Elster im Bereich von Senftenberg komplett ausgetrocknet. Das war allerdings erst ab Ende Juli/Anfang August der Fall. Damals hatten manche Menschen die trockene Flussmitte als Fußweg genutzt. Auch damals war die aus Sachsen kommende Wassermenge nicht ausreichend. Ebenso führten die Nebengewässer kein Wasser mehr.

Am jetzigen Zustand des Flusses dürfte sich so schnell nichts ändern. Niederschläge sind frühestens erst ab Mitte nächster Woche angesagt. Ob diese allerdings ausreichen beziehungsweise die Lausitz überhaupt erst erreichen, kann derzeit niemand sagen.