Wahrscheinlich der wichtigste Grund für die Hierbleiber und Neu-Senftenberger ist die Arbeit. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist laut der Bundesagentur für Arbeit kontinuierlich angewachsen - von 10 324 im Jahr 2008 auf 11 662 im vorigen Jahr. Parallel dazu ist die Quote der offiziell registrierten Arbeitslosen in dem genannten Zeitraum im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz von 18,1 auf 12,4 Prozent gesunken. Rund um den Senftenberger See sind etwa 1400 Gewerbebetriebe vom 1-Mann-Versicherungsbüro bis zum deutschlandweit bedeutenden Metallbauunternehmen registriert.

Die kommunalen Gewerbegebiete seien zum großen Teil ausgelastet. Eine Ausnahme ist das Areal Totziggraben in Senftenberg. Dort behindert eine Überlandleitung den Hochbau. Die noch großen freien Flächen im Industriepark Marga vermarktet die LMBV. Für das neue Gewerbegebiet am Briesker Kreisel (am ehemaligen Praktiker-Baumarkt) werde Baurecht geschaffen, so der Bürgermeister. Am Nordufer des Sedlitzer Sees könnte die Stadt loslegen und das erste Gewerbegebiet mit Wasseranbindung im Lausitzer Seenland schaffen. Doch dort sei sie vom Sanierungsfortschritt der LMBV abhängig.

Mit Steigerungen bei den Übernachtungen entwickele sich der Tourismus sehr gut.